Zahnarztphobie – Behandlung unter Lachgas Teil 10

Ich hab es überlebt. Und eigentlich wäre ich vorerst fertig. Also es wäre noch einiges zu machen, aber das kann jetzt erstmal warten.

Auch heute war es – schwierig, wobei das jetzt einfach an dem Horrortermin letzte Woche lag. Ich hatte richtig Panik vorher und dann ist es ja immer etwas schwieriger mit dem Lachgas.

Wobei das dann insgesamt find ich für die Umstände schon recht gut lief. Wir hatten zwar wieder etwas länger gebraucht, weil einfach wieder einige Pausen nötig waren, aber das hatten wir ja heute auch so eingeplant nach letzter Woche

Da der Heil- und Kostenplan noch nicht vorlag (ist noch irgendwo in der Post), krieg ich die Endrechnung erst nächste Woche. Sollte da jetzt nicht noch eine unliebsame (und unerwartete) Überraschung bei sein, wird es wohl etwa 250 mehr sein als ursprünglich geplant.Was jetzt natürlich hauptsächlich an letzter Woche lag und natürlich auch dass es heute dann deutlich länger dauerte.

Ich hoffe ja, dass nicht doch noch was ansteht, denn bei einem Zahn ist nicht ganz klar ob das so passt, der scheint mir etwas zu lang. Aber dummerweise ist es ja so, dass ich vor Ort so dissoziiert war, dass ich schlecht sagen konnte, ob sich das jetzt richtig anfühlt oder gut – von daher fiel das erst zu Hause auf. Ich warte da jetzt nochmal ab, weil ich ehrlichgesagt zum einen nicht nochmal 100 Euro mehr zahlen will, aber mehr noch, weil ich es wirklich gerne einfach abschließen möchte. Von daher werde ich das jetzt erstmal ein paar Tage probieren, ob das nur ungewohnt ist oder doch noch geändert werden muss.

Eins möchte ich aber auf jeden Fall festhalten: der Zahnarzt selbst ist klasse, sehr bemüht, sehr klar, hat auch auf mails geantwortet (obwohl ich teilweise auch schrieb es reicht mir, wenn wir das im Termin klären) und er hat für mich die absolut richtige Mischung um mit der Panik umzugehen.

Auch das ganze Team dort ist super nett, sehr zuvorkommend und hilfsbereit, sehr offen, ich fühlte mich ernst genommen und wirklich auch herzlich empfangen. Egal wer es war. Jeder einzelne war wirklich super nett.

Es war wirklich ein ernst genommen werden ohne „überbehütet“ zu werden (was ja bei Angstpatienten gerne mal passiert), alle haben sich durchwegs an Absprachen gehalten und es wurde immer wieder auch mal geschaut was geht und was nicht.

Ideal wäre halt, wenn ich es schaffen würde einmal im Jahr einen Termin wahrzunehmen, so dass zum einen kontroliert werden kann und kleines eben dann auch gleich gemacht – aber auch, damit sich da eine Art Routine einschleicht. Theoretisch sollte das mit eingeplanten 100 Euro einmal im Jahr auch irgendwie machbar sein.

Gemacht werden müssten jetzt noch 3 Zahnersatz –  das sind jeweils etwa 300 Euro, wenn alles gut geht (fürs Lachgas, da der Rest Regelversorgung wäre) – von daher wäre zu überlegen sozusagen die nächsten 3 Jahre die Kontollen jeweils mit einem Zahnersatz machen zu lassen. Wobei ich es glaub ich auch lieber mit etwas mehr ansetze – für alle Fälle.

Aber das muss ich erst mal sehen, jetzt muss ich erstmal schauen wie ich das aktuelle finanziell gestemmt und zurückgezahlt kriege.

Also hoffen, dass da jetzt keine Überraschung noch von der Kasse kommt, der Zahn so bleiben kann und  die Rechnung nicht mehr als die 250 Euro mehr ausmacht, die ich jetzt ausgerechnet hab. Wirklich abschließen kann ich für mich glaub ich eh erst wenn ich die Rechnung auch gesehen hab und klar ist ob da jetzt noch ein Termin nötig wird oder nicht.

Was Körpererinnerungen angeht hält es sich aktuell in Grenzen. Noch ist die Erleichterung nicht angekommen – und auch nicht die Freude über das „geschafft“.  Aber auch da wird die Nacht dann erst deutlicher zeigen ob da noch was nachkommt. Noch bin ich relativ weit weg von mir.

Ich bin aber vor allem einfach nur völlig geschafft grade.

 

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