dies und das

Thera lief heute so richtig sch…, weil ich einfach so hoffnungslos überfordert war, dass kaum Kommunikation mehr möglich war und irgendwie lief dann alles nur noch schief. Der Thera hat sich wirklich bemüht, aber ohne zu wissen was los ist – ist das für ihn halt auch – schwierig.

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Buchbinderei – ich durfte heute lumbecken – macht echt Spass. Ich mag die Arbeit, ich mag das wirklich machen und lernen. Wenn nur der Schwerpunkt mehr auf der Arbeit liegen würde.

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Zahnarztrechnung vom Montag bekommen – und mich dann erstmal bei Twitter und dann im Bad ausgekotzt. Mir war klar, dass diese Eskalation am Montag teuer wird – weil halt auch zu einem Zeitpunkt an dem er nicht mehr abbrechen konnte und dass es so lange dauern würde hat ja keiner mit gerechnet. 140 Euro sind es jetzt mehr. Und ja – es wird machbar sein, es gibt Hilfsangebote, die ich nur annehmen müsste (was aber grad einfach überfordert), aber erstmal schockt es einfach. Weil es sämtliche Planung über den Haufen wirft.

Geplant hab ich super super eng bis Dezember – so eng, dass ich eben Anfang November dann die restliche Summe bezahlen kann und es für sonst halt grad nichts wirklich reicht. War ok, ist es immer noch – weil immerhin wäre es geschafft. Nun ja – das klappt jetzt natürlich nicht mehr.

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Generell bin ich so sehr in der Überforderung, dass ich grad nichts mehr entscheiden kann, nichts annehmen oder ablehnen kann – nicht wegen annehmen, sondern wegen dem Entscheiden. Ich kann nicht mehr klar denken, wache mit Tränen in den Augen auf, weil alles nur noch zuviel ist und irgendwann flüchte ich mich ins Funktionieren und zu Hause klapp ich dann wieder zusammen.

Die letzten 3 Tage hab ich mich abends/nachts einfach medikamentös abgeschossen – so richtig abgeschossen. Das geht jetzt nicht mehr wegen dem Lachgas am Di.

Nächste Woche hab ich innerhalb von 4 Tagen 3 Horrortermine – Zahnarzt, Gynäkologe und Urologe. Alles drei löst Flaschbacks und Körpererinnerungen aus – triggert massiv. Wirklich was ändern tut es leider nicht wenn ich das auseinanderzerre, was weiter nach hinten schiebe – weil alles drei einfach zeitnah nötig ist. Dass dann Montag noch der Neurologe dazukommt – der ist mir da eher – egal. Es ist einfach zuviel – schon einem sehr stabilen Zustand wäre es zuviel.

Aber von stabil bin ich weit entfernt, ich kämpfe fast ununterbrochen mit Flashbacks, Körpererinnerungen und der allgegenwärtigen Überforderung. Bin so unendlich müde und finde mich immer häufiger (mehrfach am Tag) in irgendeiner Ecke hockend und schaukelnd wieder. Dissoziative Zustände sind Dauerzustand – die Intensität oder Art oder Heftigkeit schwanken.

Aber immerhin – das Funktionieren funktioniert einigermaßen, zumindest in der Öffentlichkeit. Und der Rest – ich hab grad schlicht keine Kraft mehr über um mir darüber den Kopf zu machen.

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