Thera heute mit Nachwehen

Die Thera heute war sehr schwierig und anstrengend und – keine Ahnung. Es war kaum auszuhalten und frustrierend und gleichzeitig ging dann zum Schluß ja auch einiges – aber irgendwie ging das dann im Rest unter.

Normalerweise geh ich – wenn ich noch aufgewühlt bin – erstmal kurz gegenüber ins Kämmerchen (dahinter ist die Toilette), fang mich wieder und gehe dann nach oben ins Dachgeschoss zum Nacharbeiten, Mail schreiben usw.

Heute bin ich also – ziemlich aufgewühlt – ins Kämmerchen – tja und dann war alles nur noch falsches Timing. Denn das Schloss der Tür zur Praxis war kaputt und in dem Moment, in dem ich ins Kämmerchen war, kam der Hausmeister, der das reparieren wollte – ich konnte also nicht mehr raus aus dem Kämmerchen (weil da zu viele Leute und alle im Weg usw).

Die Reparatur zog sich dann und weil keine anderen Patienten da halfen auch die vorhandenen Therapeuten noch mit – der Hausmeister verlor ständig die Schrauben (die dann drohten unter meiner Tür durchzurollen – was permanent Panik auslöste, dass da jetzt jemand rein kommen könnte) – und irgendwie eskalierte das ganze dann. Denn ich stand da eine gute halbe Stunde, weil eben die ganzen Leute vor der Tür.

Da es dann zwischendrin auch noch drum ging die Schrauben der anderen Klinken anzuziehen passierte es dann auch noch, dass die andere Therapeutin „meine“ Tür öffnete – aber Gott sei Dank geistesgegenwärtig diese nach einem kurzen oh – gleich wiede schloss.

Ich weiß nicht genau was es war – angefangen hat es mit den Schrauben und der Angst, dass die unter der Tür durchrollen – irgendwas eskalierte.

Da war nur noch Panik, die ich dann irgendwann in Griff bekam, aber der Körper reagierte weiter – zittern und immer wieder auch mal Tränen, aber im Endeffekt reagierte er wie in heftiger Panik, nur dass ich die gar nicht mehr – wahrnahm.

Ich bekam aber den Körper nicht in Griff. Dazu kam dann durch das lange Stehen Schmerzen ohne Ende, die ein Bewegen schwer machten, was die Panik wieder schürte (grade wenn eh schon Panik da ist ist das Erstarren ja ganz blöd) und ich schaffte es nicht mal wenigstens den Rucksack abzustellen.

Der Thera hat es natürlich dann irgendwann mitbekommen als alle anderen raus waren – aber wirklich helfen konnte er auch nicht – wir haben einiges versucht – dann war klar – mich lieber alleine lassen.

Zwischendrin hatte ich mich einigermaßen gefangen – und in dem Moment kam dann wieder jemand  – was leider schon reichte – auch wenn der Thera die sehr geschickt dann ganz aus der Praxis lotste. Nach über einer Stunde hatte ich mich dann wieder grade soweit gefangen, dass ich mich bewegen konnte – und dann klingelte es – und alles war wieder vorbei.

Wobei das wenigstens auslöste, dass ich mich einfach auf der Toilette einschloss – somit erstmal „sicher“ war – und mich da auch soweit fangen konnte, dass ich dann wenigstens nach oben konnte.

Da wurde es dann langsam etwas besser – wobei das Zittern nie ganz weg ging. Als ich dann los musste, weil das Taxi kam (eh schon bewusst auf 20 nach bestellt, weil bis 10 nach eben ab und an noch jemand kommt) – kam dann genau dann jemand als ich runter wollte – (ich kann diese verdammte Wendeltreppe nicht rauf oder runtergehen wenn unten jemand ist) – also wieder blödes Timing – weil da jemand zu früh gekommen war.

Auch hier hat der Thera echt super reagiert und die quasi in den Raum bugsiert, in den sie dann eh soll – so dass ich dann – mit einiger Verspätung wenigstens mal aus der Praxis kam.

Geplant war ja kurzes Treffen mit Pater T. und dann die Anbetung – das Treffen war auch gut, es half mir auch ins Funktionieren wieder zu kommen, die Messe und die Anbetung war zwar ein Funktionieren, aber ich hab die meisten Stücke richtig verbockt – also so richtig – wobei das eben nur das Gitarrespiel und den Ablauf betraf, was die anderen beiden dann einfach gut kaschierten.

Schon da war immer wieder zwischendrin, dass dieses Zittern wieder da war oder die Panik – wobei es als Panik auch immer gut in Griff zu kriegen war, nur wenn der Körper nur reagierte – nicht.

Immerhin nach außen klappte es einigermaßen.

Zuhause dann eskalierte es wieder. Ich bin einfach nur total müde – aber sobald ich mich hinlege ist Panik pur.
Ich weiß mittlerweile es ist ein Trigger – nciht genau welcher oder was. Zwischendrin geht es manchmal etwas besser – aber sobald etwas Ruhe einkehrt oder ich es gar wage mich hinzulegen – eskaliert es wieder.

Dummerweise ist es nach wie vor so, dass es in Griff zu kriegen ist, wenn es Panik ist – also auch gefühlte Panik, aber eben nicht, wenn es nur der Körper ist, der auf irgendwas reagiert.

Mein Problem ist grade, dass ich einfach mit der Kraft am Ende bin, so unendlich müde, aber sobald ich mich hinlege oder im Sitzen die Augen zufallen lasse – fängt der Körper wieder an. Heftig. Sehr.

Es taucht keine Situation auf, kein Flashback – nichts – mir ist mittlerweile klar – irgendwas – ist – aber ich kann es nicht greifen – nur – reagieren.

Notfallmedis zeigen bisher Null Wirkung, vom Tavor kenn ich das ja, wenn es schon so hochgedreht ist, vom Stilnox allerdings nicht. Das wirkt normalerweise trotzdem.

Eine SMS/Mail an den Thera ist raus, der ist aber heute lange in der Praxis, sprich da werd ich – sofern er es überhaupt noch liest – erst in einigen Stunden was hören. Wobei er ja jetzt auch nichts tun kann.  Skills greifen ja – aber eben nur sehr kurz und nicht richtig durch.

Sie ist eher aus der Hilflosigkeit entstanden, weil ich grad einfach nicht weiter weiß.

Grad nur hoffen kann, dass ich halt irgendwann trotzdem einschlafe oder das Stilnox doch noch zu wirken anfängt (das braucht ja manchmal etwas).

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