Thera Nachlese

Gestern war ich sehr aufgewühlt – wobei so stimmt das nicht – eher getrieben, unruhig. Als wäre ein permanentes inneres Zittern da – vor Anspannung, die ich auch nicht los wurde. Es gab kein zur Ruhe kommen irgendwie.

Ich dachte, dass es daran liegt, dass eben in der Thera das sehr – ungeplant – lief, so ganz anders als gewollt und dass es halt immer noch so viele Missverständnisse gibt, Wortdefinitionen, die sich so sehr unterscheiden.

Dadurch kommt es auch in der Thera immer wieder zum Gefühl der Überforderung, weil ich einfach wo anders bin innerlich, inhaltlich, als der Thera – und das Erklären irgendwie nicht zu klappen scheint.

Die letzte Nacht war voller Alpträume und Flashbacks. Heftig und und unschön, aber sie hat auch klarer gemacht was grad los ist.

Es ging gestern ja auch viel ums Verstehen was in den „zwei Wochen“ war, was da passierte – und das war zu viel. Das ganze Thema triggert immer noch, es macht mir Angst, es ist eins der Themen, vor denen ich weglaufe. Die Alpträume und Flashbacks sind in den letzten Wochen weniger geworden, nicht weil es für mich klarer ist oder bearbeitet, sondern weil es weggedrängt, weggepackt werden konnte – zumindest meistens.

Mir war das nicht so bewusst, aber ich bin für dieses Thema nicht stabil genug. Dazu muss ich erst meine Grenzen finden. Muss ich  erst einen Weg finden dieses innere „zuviel“ abzubauen. Und vor allem dieses innere Meer an Tränen. Ein Meer dass mich ständing zu ertränken droht. Es sind genau die Gründe, warum ich nicht einfach innehalten kann.

Jetzt, wo das klarer ist, kann ich auch was tun. Es wieder gezielter wegpacken, wieder achtsamer mit mir umgehen und auch klar formulieren, dass das grade nicht geht. Dass das ein Thema ist, dass wir anschauen müssen – aber nicht jetzt. Dass es tatsächlich so ist, dass ich dafür grade nicht stabil genug bin und wir erst wieder Stabilität reinkriegen müssen.

Eine Basis schaffen, die das ganze dann auch tragen kann.

Das Wissen ändert nichts am Gefühl oder an der Angst oder den Flashbacks. Aber da sie jetzt deutlicher, greifbarer ist, kann ich gezielter was tun um gegenzusteuern. Und auch etwas anders damit umgehen.

Die Anstrengung ist die Gleiche, aber die Richtung in die es gehen soll etwas klarer – nein deutlich klarer.

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