intensiver Tag

In der Buchbinderei war es gestern und heute sehr viel besser – Schwerpunkt lag eben auf Arbeiten.
Es gab Ende letzter Woche wohl einen ganzen Schwung Aufträge (teilweise arg kurzfristige), so dass grad wirklich viel zu tun ist und ich merke, dass ich damit gut klar klarkomme.

Dass es wirklich so ist, dass wenn der Schwerpunkt auf der Arbeit liegt – und nicht auf dem Zwischenmenschlichen – ich auch mit dem Zwischenmenschlichen klar komme.

Ob das so bleibt wird sich zeigen. Aber gestern und heute lief es gut.

Die Nachtschiene tut ihr übriges – so gut wie der linke Fuß jetzt schon nach drei Tagen ist, war er in dem ganzen Jahr nie. Klar ist es immer noch nicht weg oder so – aber da sind Welten dazwischen. Morgens sogar fast schmerzlos. Auch die Morgensteifigkeit ist mit nicht so schlimm. Und mit einem untergelegten Gelpad (wie man sie sonst in Schuhen in die Ferse pappt) ist auch die eine Druckstelle Geschichte.

Mein Essverhalten ist grad – ungut. Morgens kann ich sowieso nie gut essen – also zwing ich was Kleines rein vor der Buchbinderei, nach der Buchbinderei bin ich erstmal zu fertig (oder hab keine Zeit) – so wird nur was zwischengeschoben. Um drei hab ich dann richtig Kohldampf, weiß aber, wenn ich dann ess, ess ich abends nichts gescheites und werd dann mitten in der Nacht vor Hunger wach. Abend weiß ich meist nicht was – weil alles zu viel Aufwand erscheint und eh nicht wirklich Hunger da – mehr so ein „du musst noch was gescheites essen“.

Alles in allem – ungesund. Dafür trink ich durch Hitze und dem Wasser-Minze-Zeug etwas mehr als sonst (aber immer noch zu wenig).

Der Magen motzt wegen Stress und so eh noch zusätzlich und von daher – blöd.

Intensiv wurde es dann durch Gänsehautmusik, die ich der lieben M. verdanke. Johannes Oerding. Kannte ich gar nicht, hat aber ein paar Lieder, in denen ich mich einfach nur verliere. Es ist das Arrangement – da passt alles, da ist jeder Takt so, dass er bis ins Innerste geht. Sie durchdringt jede Pore, jede Zelle, jeden Winkel. Als wenn sie die Seele abholt und vom Körper löst.

Vielleicht war es auch einfach grad die richtige Musik, die passende Schwingung.

Auf jeden Fall hab ich mich in der Musik verloren – und das hat unglaublich gut getan.

Morgen dann: alte Buchbinderei, Stadt (hatte ja zwei T-Shirts gekauft – gleiche, und heute morgen festgestellt, dass das eine sehr viel kleiner als das andere ist, obwohl die selbe Größe drin steht. Dummerweise hab ich aber keinen Bon mehr und hoffe daher, dass es trotzdem umgetauscht wird – also viel Kommunikation und Bitten usw – was ich ja so gar nicht kann, dann weiter zur Physio. Irgendwo auf dem Weg mal was essen (wobei ich noch am überlegen bin, ob ich mir das heute schon fertig mache oder erst morgen früh).

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