Thera heute

Ehrlichgesagt weiß ich nicht genau was los war.

Irgendwie war ständig Panik da. Ok, das Thema Mutter triggert grade – die konnte ich einordnen, aber danach?

Dadurch war Kommunikation quasi nicht möglich – was einfach nur doof war. Wir sind ja immer noch am suchen, wo ich grade stehe, aber wenn der Thera mich da abholen soll, muss ich ihm das schon auch irgendwie mitteilen.

Denken war nicht drin, Fragen zu – groß – alles was schon für die Überlegung der Antwort mehr als 3 Worte hatte, war zu viel – dann war nur noch Blackout und Leere.

Gleichzeitig wusste ich natürlich, dass die Frage nicht schwer ist und eigentlich zu beantworten sein sollte.

Ein Beispiel: was geht grade in Ihnen vor.

Nur Fragezeichen. Was meint er? Gedanken? Gefühle? Themen? Körperreaktionen? Selbst wenn er nach Gedanken gefragt hätte, wären es schon zu viele gewesen und ich hätte mich in Blackout verloren.

Oder das Angebot zu Tappen um einfach die Angst etwas runterzufahren. Doch um was soll es genau gehen? Was wenn andere Gefühle oder Tränen auftauchen oder andere Themen?

Nicht zu wissen, was ich dann tun soll (soll es dann um dieses Gefühl gehen oder abbrechen weil es ja nur ums runterfahren der Angst gehen sollte?) – überforderte dermaßen, dass nichts mehr ging.

Dazu die Sprachbarriere – weil Wortdefinitionen nicht klar waren.

Es war schwierig und frustrierend. Und sehr beängstigend.

Dieses vom Denken und Worte finden überfordert sein ist noch ein Überbleibsel aus den „2 Wochen“ – und triggert mich.

Weil eh die Angst da ist, dass es wieder passiert, dass die Mutter quasi jederzeit wieder alles übernehmen könnte.

Dieses nicht denken können, keine Worte finden erinnert daran, dass ich da immer noch nicht wieder die Kontrolle habe – und löst Panik aus. Die wiederum fördert das nicht denken können sehr.

Es war einfach sehr frustrierend – für beide Seiten glaub ich.

In der mail danach ging es dann besser. Die Fragen müssen konkret sein – nicht mehr als 2 oder 3 Antwortmöglichkeiten haben. Dann geht es auch.

Zwischendrin war dann auch Kampf gegen Tränen da – weil ich nicht wusste  ob das grad ok wäre und eh niht wusste um was es eigentlich gehen sollte und natürlich Panik da war – wie fast ständig heute.

Aber die Panik war nicht wegen der Tränen – das hat mich – im nachhinein – überrascht.

Es ist eigenartig – da sitze ich dann und fühl mich verloren und überfordert, weiß nicht was erwartet wird, um was es grad gehen soll und was ok ist und was nicht. Nicht weil irgendwas nicht sein darf – sondern weil ich schlicht nicht weiß was grad Thema ist.

Bleiben tut das Gefühl es nicht erklären zu können, dass es – anders – ist als er meint und ich es einfach nicht erklären kann. Zu sehen, dass er mich durchaus dort abholen will wo ich bin, ich ihm aber nicht mitteilen kann wo ich bin -weil ich das selbst nicht weiß – nur merke – ich bin meilenweit hinter im irgendwie.

Doofe Situation. Frustrierend.

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