Thera gestern

Es war – ist – so viel, dass ich nicht weiß wie anfangen.

Anfangs ging es eine Weile darum, dass die Mutter ja nicht real da ist, dass es nur ein – wenn auch sehr destruktiver und mächtiger – innerer Anteil ist. Eine Erinnerung an die Mutter damals.

 

Es fehlte nach wie vor jedes Spüren. Ich konnte sehen und hören, aber nicht spüren wie ich auf dem Stuhl sitze oder ob etwas warm oder kalt ist oder ähnliches.

Das einzige was ich wahrnahm war das Tappen – weniger als Spüren, irgendwie – anders.

Da dann verschiedenes nicht klappte, sollte ich mich nur aufs Tappen konzentrieren – nur darauf – und irgendwas passierte dann.

Ich kann das immer noch nicht fassen oder Worte dafür finden. Es war einfach Aufruhr – ein Schreien und Toben der Täterintrojekte, dass es in den Ohren weh tat.

Und es war zum ersten Mal seit 2 Wochen wieder ein „wollen“ da – ein „ich will“ – ein dagegen angehen wollen. Es waren auch Gefühle da – auch wenn ich nicht weiß welche.

 

Es war einfach – viel – zu viele Stimmen, zu viel Lärm, zu viele Worte, die ich nicht verstand, zu viel Chaos – ich konnte nichts mehr fassen, formulieren, aufnehmen.

Vor allem sickerte dann auch durch, dass es nichts schlimmeres für mich gibt als diese „willenlose“ Marionette, die ich in den letzten 2 Wochen war.

Ohne Gefühle war es gut aushaltbar – es gab ja keinen inneren Konflikt – aber es war auch sehr fremdbestimmt – es fehlte ein „ich“ – ein wollen, ein sein – ich war nur Marionette.

Und auch wenn es jetzt sehr viel schwerer auszuhalten ist, weil es wieder Gefühle gibt (auch wenn die im Moment weit weg sind, das wechselt), ist mir das lieber als dieses willenlose Etwas, das ich war.

Ich bin immer noch eine Marionette – es ist immer noch so, dass die Mutter das Sagen hat, aber es gibt wieder einen Anteil, der das hinterfragt, der was anderes will, der ein „ich“ beinhaltet.

Es gab viele Dinge der letzten zwei Wochen, die ich nicht weiß, und ich bin immer noch dabei alles zusammenzusuchen, zu verstehen, was eigentlich grad läuft.

Ich lese Einträge und mails nd versuche ein ganzes Bild zu bekommen, statt der Bruchstücke die da sind.

Mir raucht einfach grade der Kopf und ich merke, ich kann immer noch nicht klar denken, es geht alles durcheinander. Es gibt keine – Worte – die das alles beschreiben könnten. Zumindest hab ich keine.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.