Buchbinderei – wie geht es weiter

Es gibt da gute und schlechte Neuigkeiten – die gute ist, ich werde da nächste Woche für 3 Tage mal reinschnuppern und theoretisch kann ich es probieren – hab also das ok.

 

Das Schlechte ist, dass es definitiv ohne Bezahlung bleiben wird. Das ist zwar für den Moment auch das was ich will – sollte das aber eine Dauerlösung werden, muss ich sehen, wie ich die Fahrten organisiert bekomme – denn das ist ja eigentlich nur für 12 Wochen als Ausnahmeregelung so möglich wie jetzt. Definitiv nicht auf Dauer. Das wäre auch nicht umsetzbar.

Da war eigentlich schon geplant, dass ich quasi so viel verdienen muss, wie ich für die Fahrten brauche – und das wird nicht passieren.

Mir geht es nicht ums Geld – sondern dass ich nicht weiß wie sich das regeln lassen soll.

Doch da werd ich mir dann in 12 Wochen (naja oder früher wenn klar ist, dass ich das unbedingt machen will) Gedanken machen. Aber es wird sicherlich Einfluß darauf haben wie es mir dort geht. Weil es für mich den Aufwand deutlich erhöht – und ich an dieser Stelle zusätzlich auf mich Acht geben muss.

Vielleicht findet sich auch eine Lösung – aber im Moment wüsste ich nicht wie.

Wie auch immer – ich kann erstmal reinschnuppern, sicher auch viel für mich lernen, da sie schon ganz anders arbeitet – auch mit deutlich anderer Technik – als ich es kenne. Und das ist für mich sicherlich ein Gewinn.

Ich möchte auch dazu sagen, dass es hier in keinster Weise um Ausbeuterei oder so geht – bis ich dort eine Hilfe sein kann, wird einige Zeit vergehen und da ist für mich das Lernen und Gelehrt werden auch von unglaublichen Wert. Wäre das mit den Fahrten nicht, wäre es für mich auch keine Frage ob ich das machen will.

Es ist ein kleiner Laden mit einem wirklich guten Miteinander. Ein Laden, der auch ganz klar um sein Überleben kämpft – und zwar heftig, vor allem weil er abseits liegt – da verirrt sich keine Laufkundschaft hin und das lässt sich wohl auch nicht ändern. Es scheint aber auch ein Laden mit Seele zu sein.

Ich heute nach dem Gespräch geblieben, hab erst einer Praktikantin zugesehen, die recht neu ist und grade einen Buchrücken gemacht hat – ganz anders als ich es kenne – aber interessant. Danach hab ich zugesehen wie ein anderer Buchrücken ganz professionell gemacht wurde – auch in einer Art die ich nie gesehen habe und die ich wohl nie machen werde, weil es vom Material her selten ist.

Es war ein miteinander da, dass mir gut gefallen hat – wirklich familiäre Atmosphäre pur.

Aber Fakt ist, dass ich das langfristig selbst finanzieren müsste, eine Abrechnung wie bisher mit der Arbeitstherapie in der Klinik ist nicht möglich. Denn dazu wäre die Anbindung an die Klinik nötig, die nicht gegeben ist.

Das ist ja auch der Grund, warum wir eine andere Lösung finden mussten – eben erstmal für die 3-monatige Testphase, weil schon geplant war, dass es sich dann selbst trägt.

Abgesehen davon dass ich das Hilfsangebot auch nicht für dauerhaft annehmen könnte, wäre das auch sehr unrealistisch, das ist auch nicht tragbar. Da sind die 12 Wochen schon arg lang und reizen die Grenzen des Möglichen aus. Da dauerhaft eine Mitfahrgelegenheit zu stellen lässt sich einfach nicht umsetzen.

Und es selbst zu finanzierne ist utopisch – das wären mehrer hundert Euro im Monat. Selbst mit nur einem Tag in der Woche wären es immer noch über 100 Euro.

Von daher plane ich das ganze aktuell eher kürzer bzw max. 12 Wochen/best. Anzahl von Arbeitstagen.

 

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