schräg

Irgendwie passiert innerlich grade ganz viel. Das mit der Buchbinderei lässt mich nicht richtig los, aber auch das „Sehen“ dass grade Täterintrojekte und (Gege)-Identifikationen mich so voll im Griff haben und nichts tun können, keine Entscheidung treffen zu können, die dem irgendwie entgegenwirkt, dazu tobt es innerlich immer noch und auch der letzte Zahnarztbesuch wirkt mit „Flashbacks“ immer noch nach.

Es ist als wäre ich grad gar nicht in meinem Körper, als wäre ich dauerdissoziiert, aber in einer sehr eigenartigen Weise.

Man kennt das ja aus Filmen, da ist einer an Schienen angekettet und merkt dann dass ein Zug auf ihn zurast.

Ich komm mir vor, als wäre ich in dem Moment gefangen, in dem ich die Gefahr wahrnehme – der Moment, wenn man das Gefühl hat beobachtet zu werden oder dass irgendwas nicht stimmt – aber noch vor dem Moment, in dem es in Angst umschlägt.

Nur das Wissen, dass grade Gefahr droht – aber an diesem Punkt bleibt es dann aus – keine Angst, kein Handeln, kein Erstarren.

Immerhin konnte ich es formulieren und – sehen. Es steht also im Raum.

Und so sehr ich auch um die Gefahr weiß, geht es mir doch verhältnismäßig gut – vielleicht weil das Gefühl dazu fehlt. Es ist nicht so, dass es mir egal wäre, es ist eher so, dass ich es zwar wahrnehme, sicher auch irgendwie bewerte, aber das wars dann auch.

Ich kann das alles sehen und wahrnehmen, vielleicht auch nur analysieren und dadurch zuordnen statt wahrnehmen – aber es löst nicht wirklich was aus.

Dass selbe ist auch bei den „Flashbacks“ – weshalb es für mich auch keine wirklichen sind – weil sie zwar da sind, aber distanziert (und irgendwie ist für mich für die Definition Flashback eben grade die fehlende Distanz drin – die hier fehlt, was es für mich – zu was anderem macht. Aber ich finde keinen Begriff dafür, daher bleibt es erstmal dabei).

Es ist ein ziemlich eigenartiger Zustand, der sicher nicht gut ist, sich aber ganz gut aushalten lässt. Was es irgendwie auch irritierend macht.

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