schlaflos

Kann nicht schlafen und bin doch so müde. Gedanken kreisen – vor allem was die Buchbinderei angehen.

Kann ich das wirklich? Ist das nicht zuviel? Wie soll ich das alles organisieren, da die ja erst um 10 aufmacht und somit  klappt das mit dem Physio-Termin dann nicht mehr und die Betreuungstermine würden sehr spät – und die ganzen Zahnarzttermine – und überhaupt brauch ich dann ja plötzlich eine Krankmeldung wenn mal was sein sollte  (weil ja quasi Arbeitsverhältnis) usw usf.

Ungelegte Eier.

Im Moment gewinnt die Angst, die Zweifel, das geringe Selbstwertgefühl, die Täterintrojekte.

Und in solchen Momenten ist es schwer sich dran zu erinnern, dass es auch die Neugier gibt und die Freude und positive Spannung wie das sein könnte, wie das klappen könnte. Dass es ja auch nicht klappen muss, da hängt nicht meine Existenz dran – ich es also eigentlich ganz entspannt angehen kann.

Dass es eben genausogut auch einfach passen und sogar ideal sein könnte und es ja eine Arbeit ist, die mir auch Spaß macht, die ich gerne mache. Oder dass ich Neues lerne, andere Techniken kennenlerne und es einfach eine unglaublich tolle Möglichkeit ist das mal zu probieren.

Und wenn es nicht klappt – hab ich es probiert, es wird nichts passieren, es wird sich weder meine finanzielle Situation verschlechtern oder noch sonst was ändern – denn die Arbeitstherapie kann ich danach ja wieder aufnehmen.

Trotzdem ist die Angst groß – es nicht zu schaffen, dem Druck nicht gewachsen zu sein – zu versagen.  Dann hätten – wieder mal – die negativen Stimmen recht gehabt.

Als ich heute mit dem Homöopathen telefonierte, merkte ich, dass in den letzten 2 Wochen so unglaublich viel passiert ist – innerlich und äußerlich – dass wir 50 Minuten telefonierten, bis er wieder auf aktuellem Stand war. Ne halbe Stunde schaffen wir häufiger – aber das war heute echt viel. Einfach weil es – so viel – ist.

Gesundheitlich, Zahnarzt, Buchbinderei, in der Thera, psychisch großer Wandel und gleichzeitig Krise, die sich nicht als solche anfühlt, weil ich dazu fühlen müsste – also eher ein nur vom Kopf wissen, dass ich da was tun müsste (ohne wirklich was tun zu können) usw.

Und mal ehrlich – ich hätte gestern Abend mit dem neuen Antibiotikum anfangen sollen – hab es aber immer noch nicht genommen – vor lauter Schiss was passiert, weil ich halt mit Übelkeit und Co so ganz schlecht umgehen kann.

Das Gefühl grad gar nicht wirklich hinter her zu kommen.

Ich bin eigentlich nicht der Grübler, so ein Gedankenkreisen kenn ich – heute – Gott sei Dank nicht mehr. Früher ja, aber schon viele viele Jahre ist das eigentlich kein Thema mehr. Und wenn es mal auftritt hilft ein „Stopp“ gut. Oder spätestens dann das Aufschreiben. Was vermutlich der Grund für diesen Eintrag jetzt ist.

Denn ich will einfach nur schlafen. Bin so unglaublich müde.

 

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.