Buchbinderei – es geht weiter

Irgendwann nach der Thera (während der Probe) kam der Rückruf der  Buchbinderin und wir vereinbarten, dass ich nächsten Donnerstag um 10 komme und Sachen von mir mitbringe, damit sie sich ein Bild machen kann – und damit wir besprechen können ob das für beide passt. Ob wir Lösungen finden, die auch für beide einen Vorteil haben.

Denn sie hat eher eine  Praktikantenschwemme, von daher kann sie das auch nur machen, wenn sie mich nicht komplett anlernen muss – da sie alles aber anders macht, muss sie sich ein Bild über meine Arbeit machen können.

Das hab ich erwartet, ist für mich ok.

Leider musste ich feststellen, dass ich die meisten Sachen ja verschenkt hab – von MissMutig krieg ich ein Teil geliehen zum zeigen, aber ich hab kein vorzeigbares Schubladenelement (weil die hier gebrauchten entweder zu sperrig sind oder nach jahrelangem Gebrauch zu abgegrabbelt), ich hab auch keine Karteikästen mehr oder sonst etwas, was Passgenauigkeit anzeigen würde (also Kiste in Kiste, die über einen Deckel, der nur wenige cm übersteht hinausgehen, dabei bin ich auf meine Passgenauigkeit eigentlich ziemlich stolz).

Ich hab ein selbstgebundenes Buch und die eine oder andere normale Kiste, eine Mappe und irgendwo müsste auch ein Aktenordner rumstehen.

Da ich an diesem Donnerstag nur bis halb eins kann, ist es auch zeitlich begrenzt – ich kann auch nicht sagen ob ich dann diese zweieinhalb Stunden dort bleiben werde oder nicht. Hängt wohl eher davon ab ob wir überhautp eine Basis finden, die wir uns beide vorstellen können.

Wenn wir eine finden, wird es eine gewisse Zeit Probearbeiten geben – damit sie sich ein Bild machen kann wie schnell ich lerne und ob es auch verkaufsfähig werden kann. Dann denke ich wird es klappen.

Denn mein ganz großer Vorteil den Praktikanten gebenüber kann für sie auch großer Gewinn sein:

1. für Praktikanten ist es ein Schritt auf ihrem Weg – die lernen es dort und gehen dann wieder – ich lerne es und würde bleiben 😉 – sie hat also nicht nur die Arbeit, sondern auch Nutzen

2. ich bin nicht finanziell darauf angewiesen und dürfte und könnte eh nur stundenweise arbeiten, ich könnte dort nach einer Eingewöhnungs- und Lernzeit je nach Auftragslage arbeiten – also wenn viel los ist in dem Moment entscheiden ob ich grad auch mehr helfen kann oder nicht – und wenn wenig los ist – eben wenig bis auch pausieren.

Sie könnte durch das mich ausbilden sich also auch jemanden heranziehen, auf den sie dann zurückgreifen kann.

Ziel wäre es das so hinzubekommen, dass sich das selbst trägt, damit die Fahrmöglichkeit dadurch finanziert wird. Da hat sich nämlich leider auch was geändert, das wird nicht so klappen wie geplant.

Aber es hat sich eine andere Lösung ergeben. Diese Lösung würde das Ausprobieren ermöglichen – sollte das mit der Arbeit in der Buchbinderei dann klappen muss sich das selbst tragen.

Was den Umfang angeht muss ich mehreres beachten – für Deutschland gilt unter 3 Stunden/Tag, für max. 5 Tage die Woche und unter 450 Euro.

Für Österreich sind die Stunden egal, aber ich darf deutlich weniger nur dazuverdienen – da ich da ein Gesamteinkommen nicht überschreiten darf und somit ist da bei weitem nicht so viel Spiel.

Was das körperlich/psychische angeht – es gehen sowieso auf Dauer max 3-4 Tage – eher drei als vier, mehr ist für eine gewisse Zeit (sagen wir 3 Monate) machbar denk ich, aber darüber hinaus sicher nicht. Was die Stunden angeht ist es ähnlich – die max 3 Stunden sind bei täglich schon Grenze.

Wenn es jetzt mal mehr ist ist das ok – hab ich damals in der Tischlerei auch gemacht, dass ich vor Weihnachten mehr Tage und mehr Stunden gemacht hab, aber das ist dann wirklich eher auf kürzere Zeit ausgelegt – keine 3 Monate, eher einen).

Ob sich die Stunden anders aufteilen liesen – also Beispiel zweimal 6 statt viermal 3 – weiß ich ehrlichgesagt nicht – das müsste ich ausprobieren. Hängt sicher auch damit zusammen ob es noch „Lernphase“ ist oder dann eben das abarbeiten von Aufträgen, weil ersteres für mich sehr viel anstrengender ist.

Aber auch wie es im Betrieb dann ist, zugeht, wieviel Rückzugsmöglichkeiten es gibt, ob es z.Bsp die Möglichkeit gibt dann bei Bedarf eine halbe Stunde Pause zu machen und die hinten dran zu hängen oder ähnliches.

Von all dem wird abhängen wie viel Zeit ich „durchhalten“ kann.

Verdienen werde ich an dieser Arbeit nichts, das Einkommen wird für die Fahrtkosten draufgehen – doch das ist für mich ok so. Im Moment verdiene ich ja auch nichts. Da mir es mir trotzdem angerechnet wird, muss ich sehen wie sich das ausgeht, dass ich zwar genug kriege um die Fahrtkosten tragen zu können, aber nicht über das Limit komme und die Rente gefährde. Denn für die Rente sind die Fahrtkosten „Privatvergnügen“.

Das wird nur klappen bei maximal drei Tagen (besser wären 2) und entsprechend höherer Stundenzahl – sonst geht es sich nicht aus.

Aber ein Schritt nach dem anderen. Erstmal nächsten Donnerstag mich vorstellen, meine Arbeiten zeigen und die äußeren Umstände abstecken/absprechen um zu schauen ob es da eine Lösung gibt die für beide Beteiligten sinnvoll ist.

Und wenn das gut läuft – erstmal für eine gewisse Zeit probearbeiten.

Sollte sich dann rausstellen, dass wir uns das beide gut vorstellen können, muss sich das auch selbst tragen/finanzieren können.

Ich bin aufgeregt und neugierig, aber auch ängstlich und zweifelnd ob ich das so hinkriege und schaffe usw. Zeigen wird das im Endeffekt ein Versuch.

Dazu braucht es erstmal machbare Bedingungen und die klären wir dann nächsten Donnerstag.

 

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