Krisenmodus

Anruf vom Zahnarzt – er kann das mit der aktuellen Medikation nicht mit Lachgas machen. Weil keiner weiß ob es Wechselwirkungen gibt.

Und weg war der Boden unter den Füßen.

Eine Weile später kristallisierte sich raus, dass es hauptsächlich um das Quentiapin geht – und so werde ich das jetzt absetzen.

Also werde ich nachher mit dem Arzt telefonieren und es absetzen.

Gut geht es mir damit nicht, weil es neben der Hauptwirkung, dass ich etwas besser schlafe, durchaus auch ein bisschen die Stimmung stabilisiert. Es macht die nächsten Wochen noch schwieriger, keine Frage. Aber alle anderen Alternativen wie Prämedikation mit Tavor und Co funktionieren nun mal nicht.

Als der Zahnarzt am Telefon war, hoffte ich erst er hat einen früheren Termin. Dass es so nicht gehen würde, war wie ein Schlag ins Gesicht.

Erst eine ganze Weile später konnte ich rückfragen um welches Medikament es eigentlich geht – er meinte erst alle – später dann eben Psychopharmaka – so kamen wir dann aufs Quentiapin und da war von vornherein klar, dass ich das in diesem Falle absetzen werde.

Gut schlafen tu ich grad eh nicht und ich hätte alle Medis abgesetzt für einen Versuch.

Weil die Einschränkungen dadurch nicht weniger geworden sind. Ich schaff es zwar meistens meine Termine wahrzunehmen, aber Panikattacken sind Alltag, nicht sprechen können ebenso.  Dieses wieder um jedes Wort ringen müssen – und meist doch verlieren. Naja – auch weil mich das Lispeln (das andere nur wahrnehmen, wenn ich es sage) macht mich wahnsinnig. Also würde jemand Fremdes meinen Körper nutzen und sprechen, meine Gedanken aussprechen.

Ich hatte ja gehofft, dass ich mich dran gewöhne – tu ich aber scheinbar nicht.

 

 

 

 

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