uff

Heute ist ein „uff“-Tag. Viel los – um mich und in mir und Entscheidungen wollten getroffen werden und Täterintrojekte und Widersacher identifiziert und in ihre Schranken gewiesen.

Letzteres klappte noch ganz gut als es um die Entscheidung ging, aber nach dem diese getroffen waren liefen die echt auf Hochtouren – oder laufen.

Ein Tag der viel forderte, aber durchaus auch gut war.

Es fing damit an, dass in 50km Entfernung einer der Crosstrainer angeboten wurde, der auf meiner Wunschliste war. Und zwar zu einem wirklich sehr guten Preis. Unglaublich gut sogar. Nach der Enttäuschung gestern, dass das mit dem Fitnessstudio nichts wird, konnte ich dieses Angebot nicht wegklicken. Immer wieder landete dort. Rechnete, schaute und versuchte zu schieben und planen. Und ja – es fehlte Geld – natürlich. Aber es schien – machbar. Mit Unterstützung und Raten und Hilfe.

Der Kampf um diese Unterstützung und Hilfe zu fragen, zu bitten – dauerte etwas, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich Widersacher und Täterintrojekte noch ganz gut im Griff – es war ja auch alles noch eher – theoretisch.

Als dann die Zusage kam, sogar der Transport über die Betreuung organisiert werden konnte, war es schon deutlich schwieriger – aber da war die Entscheidung dann gefallen – ich hatte sie ja davon abhängig gemacht, ob alles organisiert werden kann. Die Entscheidung war – für mich, für meine Gesundheit, für den Crosstrainer.

Es war auch das Gefühl, dass es richtig so ist. Dass ich wirklich dringend was für mich machen muss – für die Gesundheit. Das Gewicht ist in der Klinik deutlich nach oben gegangen und es geht mir damit nicht gut – nicht wegen dem nicht annehmen können, sondern weil es sich gesundheitlich deutlich bemerkbar macht – über Schmerzen hinaus.

Und da war Freude – weil es schon so lange ein Traum für mich ist – und es noch dazu so ein „Luxusmodell“ ist – ja ich freu mich tierisch drauf.

Nachdem die Entscheidung gefallen war, hatte ich gegen Täterintrojekte und Widersacher kaum mehr was entgegenzusetzen. Es wurde phasenweise wirklich schlimm – aber Skills griffen, waren möglich, hielten sie doch meist in einem ertragbaren Rahmen.

Ehrlichgesagt – ich kann es noch nicht so ganz glauben. Dass es wirklich klappen soll. Auch wenn der Vertrag geschlossen – es ist noch so – unwirklich.  Es war Glück – Glück, das Angebot früh genug gesehen zu haben, Glück Menschen um mich zu haben, die mir helfen, mich unterstützen, sich mit freuen. Aber auch Glück, dass es mir im Moment recht gut geht – so dass das „annehmen“ zwar immer noch schwierig, aber möglich ist.

Nächsten Mittwoch werden wir das Teil abholen.

Dann war Wohnungstermin – der heute mehr ein „Platz schaffen“-Termin war. Also Koffer endlich auspacken, Klavier wieder aufbauen usw usf. Vor allem aber auch das Nachttisch-Regal mal entmüllen und sortieren.

Das alles haben wir auch gemacht – es war viel, aber wir haben es geschafft. So besteht eine Chance, dass ich bis Mittwoch Platz geschaffen hab für den neuen Crosstrainer.

Dann ging es zum Klavierunterricht – der war heute – wie immer – sehr spannend. Ich finde es ja sehr schade, dass ich aktuell irgendwie nur Hirn wie ein Nudelsieb habe und so das meiste wieder vergesse.  Dabei bin ich dann im Unterricht immer total überrascht – weil es oft so klitzekleine Kleinigkeiten sind, die so große Wirkung haben. Weil es immer wieder so spannend ist, weil Zusammenhänge aufgezeigt werden, auf die ich so nie gekommen wäre.

Wieder zu Hause gab es erstmal Salat. Später würde ich gerne den Mikrowellencookie ausprobieren.

Ich bin eigentlich niemand, dem Entscheidungen besonders schwer fallen. Sofern es nicht was „für mich“ ist. Das heute hat viel Abwägen und Hoffen mit sich gebracht. Nur dass ich manchmal nicht mehr wusste, auf was ich hoffe.

Es fühlt sich richtig an, aber auch „zuviel für mich“. Zuviel Gutes, zuviel Schönes, zuviel Besonderes, auch zu viel Hadern. Es ist entschieden und es ist gut so. Jetzt darf und muss ich es nur noch – annehmen … und genießen.

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.