Thera gestern

Wie immer sehr anstrengend, aber soweit auch gut.

Thema Gutachten geht grad gar nicht – ich erstarre und nichts geht mehr. Also haben wir das abgebrochen und auch klar gesagt, dass wird aktuell nicht zum Thema gemacht.

Als er das sagte, stiegen mir Tränen in die Augen – vor Erleichterung oder wegen des Verständnisses – keine Ahnung.

Irgendwie hakte es dann und er erzählte eine Geschichte die mich ziemlich mitnahm. Weil sich da eine Mutter ums Kind kümmerte, für es da war, Konsequenzen zog als es für das Kind „ungut“ wurde usw.

Da war so viel – Einsamkeit. Damals allein gelassen, heute irgendwie auch. Nicht weil niemand da wäre, sondern weil ich es nicht zulassen kann. Nicht annehmen kann.

Es löste auch MB-Erinnerungen aus – und Körpererinnerungen. Ich bekam es dann in den Griff, aber dann war annehmen können natürlich gelaufen – gefangen im Dreieck von Einsamkeit, Scham und Schuld – konnte ich nicht mal mehr das Tappen annehmen. Was wiederum die Einsamkeit verstärkte usw.

Aus dem Teufelskreis kam ich dann auch nicht mehr raus. Es gesellten sich dann noch Täterintrojekte und Widersacher hinzu und der Thera konnte damit machen was er wollte – er war raus.

Trotz allem, es waren Gefühle da, es liefen einige Tränen und das war gut so. Ich denke, wir konnten auch an einigem arbeiten.

Er wahrte Grenzen und auch das war gut zu spüren. Das gibt Sicherheit.

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