Klinik-dies-und-das

Jetzt wo klar ist wie es weitergeht, hab ich mich damit abgefunden – und merke, dass ich deutlich ruhiger bin.

Was vielleicht auch daran liegt, dass ich heute Nacht dank Schlafmittel endlich Schlaf nachholen konnte.  Interessanterweise hat es diesmal auch schneller und deutlich länger gewirkt als früher. Hab es jetzt ja schon über ein Jahr nicht mehr genommen.

Mittlerweile ist klar, dass ich am Montag um 11 Uhr hier abhauen werde. Mein Betreuer wird mich abholen und am Dienstag werden wir dann den Großeinkauf machen.

Wie es mit den Medikamenten weiter geht, hängt zum Teil vom Entlassungsbrief ab. Wobei es da schon einen – auch abgesprochenen – Plan gibt.

Ich merke immer wieder, dass ich meist gut klar komme, wenn ich weiß woran ich bin. Deutlich besser als mit den Ungewissheiten wie es weitergehen könnte. Für hier ist es nun klar.

Zu Hause wird das dann wieder anders sein – da wird das Thema Gericht und Gutachten wieder sehr in den Vordergrund rücken – und die Unsicherheit wie es eben weitergehen wird oder kann. Die Buchbinderei wird bald wegfallen und was ich danach machen soll, weiß ich noch nicht.

Erstmal jetzt die Zeit bis Montag hinkriegen. Am Sonntag noch alle Klamotten waschen hier. Dann  in hoffentlich nicht mehr als einer 1 Woche alles soweit wieder verräumt haben und dann sehen wir weiter.

Es sind Physalis-Samen und die Schmetterlingswiesen auszusähen, das Insektenhotel und die beiden (mehr als nur krumm und schiefen – seufz) Schmetterlingshäuser aufzuhängen.

Ich würde gerne eine Seite des Balkons mit einer Plexiglasscheibe  versehen um eine „windsicherere“ Ecke zu schaffen – hier gilt es dann mal rauszufinden was das kostet und wie man diese ohne Bohren befestigen könnte usw usf.

Alles in allem war und ist es gut, dass ich jetzt hier bin, auch die Zeit ist gut so. Aber ich bin auch froh, dass ich nächsten Montag dann wieder nach Hause kann.

Die Schmerzmittelumstellung war zwar quasi umsonst und auch völlig unnötig dafür stationär zu sein, aber es hat mir gezeigt, dass es durchaus auch möglich ist den stationären Aufenthalt zu nutzen, wenn es klare Absprachen gibt und diese auch eingehalten werden. Das hat mir eine Menge vom Trigger Klinik genommen – und dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

In einer Dreiviertelstunde geht es dann zur Ergo, gegen zwei zum Ersatzthera die letzten Feinheiten klären (wird eher ein Zigarettenpausen-Termin bei ihm) und das war es dann auch für heute.

Also Musik machen, stricken, Serien schauen (immer noch Sopranos und Human Target) und vielleicht etwas die Sonne genießen.

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