dies und das

Im Moment ist es ja so, dass ich nur genug Schlaf bekomme, wenn ich es tatsächlich schaffe um acht einzuschlafen. Da wirkt das Schmerzmittel noch gut und auch lang genug, damit ein paar Stunden Schlaf drin sind.

Spätestens gegen halb drei/drei geht nämlich nichts mehr, der Rücken spielt einfach nicht mit – und mittlerweile zickt er fast ständig, aber nachts geht das dann so weit, dass ich mich kaum noch rühren kann und froh bin, wenn ich es schaffe aufzustehen.

Morgens torkel ich dann gegen viertel vor sechs zum Stationszimmer (jeden Tag aufs Neue Gott dankend, für den Handlauf, der den Flur entlang läuft – soll zwar eher Stoßschutz sein und liegt daher etwas tiefer, aber für mich ist das morgens Gold wert) in der Hoffnung, dass ich meine Tablette etwas eher kriege (ausgemacht ist ab sechs) – damit ich nochmal ein Stündchen schaffe. Erstes Wecken ist viertel vor sieben, zweites halb acht. Und da mein Frühstück eh immer erst zwischen halb acht und acht kommt, nutze ich mittlerweile diese Stunde auch.

Bis vor ein Tagen war ich ja einfach ab sechs auf.

Mir fehlt meine Aktivität, das Spazierengehen oder sonst irgendwas – denn diese Immobilität verschärft die Schmerzsituation doch sehr.

Mal sehen was die Ärztin heute sagt. Heut abend werde ich jedenfalls ein Schlafmittel nehmen, denn mittlerweile macht sich der Schlafmangel arg bemerkbar und das ist ja nun auch nicht grad förderlich.

Gestern sprach ich ja auch mit dem Ersatzthera über die Wechselwirkung Schmerz und psychische Auswirkungen – dass es grade in der Psychiatrie (aber immer mehr auch bei Ärzten) darum geht, das nicht ernst zu nehmen, dass es ja „nur psychisch“ sei, dass immer mehr untergeht, dass jahrelange Schmerzen eben auch zu psychischen Nebenwirkungen führen und es allzuoft auch mal umgekehrt sein kann – oder zumindest eben beide Seiten der Medaille hat.

Und dass es aktuell beim mir eben durchaus so ist, dass die Schmerzen zu mehr psychischen Stress führen – nicht wegen der Schmerzen an sich, sondern der fehlenden Möglichkeit meiner aktiveren Skills oder einfach mal Auspowern können um die Unruhe los zu werden.

Die Kombination Valoron/Arcoxia war für mich perfekt. Ich war nicht schmerzfrei, aber es ging soweit gut. Letzters gibt es ja nur noch max 10x im Monat, ersteres im Moment nicht. Wirklich glücklich bin ich mit dem Hydromorphin nicht.  Nicht mal ansatzweise.

Von daher mal schauen wie es jetzt weitergehen wird. Ob es wirklich „nur“ die Dosis ist oder was auch immer.

 

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