Widerspruch

Ich bin hin und hergerissen.  Einerseits ist es nach wie vor so, dass vieles hier triggert, alten Mist hoch holt usw. Aber gleichzeitig scheint das alles grad leichter auszu halten zu sein als der Gedanke wieder nach Hause zu gehen.

Weil ich bei all den Flashbacks, Trigger usw hier – was tun kann. ich aknn mit Skills arbeiten und es funtkioniert. Das macht das ganze zwar sehr sehr anstrengend, aber das ist ja das zu Hause sein auch.

Denn was hier sehr gut gelingt (weil sich halt alles nadern ach vorne drängt) ist, das Gutachten und Gericht ganz weit nach hinten zu schieben.

Aus diesem Grund steht im Raum, ob ich nicht doch länger bleibe – länger heißt in diesem Fall eben die angedachten 2 Woche netwa. Einfach um – trotz all dem alten Mist – ein klein wenig zur Ruhe zu kommen.

Von Therapeutenseite wird mir da sehr zugeredet. Zum einen um auch den Aufenthalt als eine gute Erinnerung mitzunehmen – denn das Pflegepersonal ist hier wirklich sehr bemüht, zum andern weil die Hoffnung besteht, dass die Trigger irgendwann – weniger werden.  Aber sie sehen es auch etwas als ¨Urlaub¨ von dme anderen Thema, dass mich ja zerfressen hat.

Ob und wie – ist alles unklar. Ich tu mir sehr schwer aus dem ¨ich MUSS¨ hier sein, ein ¨ich KANN¨zu machen. Auch weil ich sehr lange gebraucht habe um aus dieser Drehtürpsychiatrie rauszukommen und da nicht wieder hinwill.

Im Endeffekt ist auch die Angst da, dass das alles hier nicht so lange mit gemacht wird – dass dieses Bemühen den Stress rauszunehmen – mal geht, aber halt nur ein paar Tage. Denn eigentlich ist das nichts was auf diese Station gehört – hier ist man eher auf puschen und montivieren und anstubsen ausgelegt.

Was  für mich das aktuelle Verhalten noch wertvoller macht.  Weil mir bisher wirklich alles sehr nett und menschlich begegnet sind – und auf Augenhöhe. Das ist für mich tatsächlich eine ganz neue Klinikerfahrung.

Ich bin in der Ergotherapie und darf da Schmetterlingshäuser machen, ansonstne Termine beim Ersatzthera (2min – kurz klären ob alles ok ist), und die Termine bei meinem Thera donnerstags, bei denne seit gestern endgütlig klar ist, dass ich sie selbst organisieren muss.  Damit hatte ich aber ja schon gerechnet.

Was das neue Medikament anghet – ich offe sehr das verbessert sich noch deutlich. Vormittags lief es ganz gut, so ab eins war von der Wirkung kaum noch was über und um 4 musste ich eine Arcoxia holen, weil nichts mehr ging. Dabie haben die mir morgens glaub ich versehentlich die doppete Dosis gegeben. Auch jetzt nachts merke ich deutlich, dass ich gegen morgen häufig mit Schmerzen wach wurde und auch das Aufstehen eine ziemliche Qual ist. Aktuell reicht es so leider nicht.

Ich hätte zu gern mein Valoron zurück.

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Ein Kommentar zu Widerspruch

  1. Elisabeth sagt:

    Ich denk ganz oft und viel an Dich …
    Es liest sich gut, ich wünsch Dir von Herzen, dass Du zur Ruhe kommst.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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