kämpfen

Rund um die Uhr, selbst der Schlaf bringt keine Pause.

Das mit den Medikamenten mag sich klären, doch der Rest bleibt. Das Gericht, das drohende Gutachten, der ganze innere Mist.

Ich ertrinke in Tränen, die keinen Weg nach außen finden – oder spätestens an den Augen aufgehalten werden.

Es ist keine Wahl mehr, es ist kein aktives Handeln oder groß überlegen. Es ist als ob ich seit Tagen laufe – irgendwann laufen die Füße von allein – und das ist das einzige was einen weiterlaufen lässt.

So ist es grad mit dem Kämpfen – es hat sich schon lange verselbstständigt. Und vermutlich ist das sogar gut so.

Die meiste Kraft geht dafür drauf den Decken auf dem Fass mit all den ganzen Gefühle, Trigger, Flashbacks und Co zu halten. Mich abzulenken und so über den Tag zu kommen.

Im Moment gelingt es noch einigermaßen das Thema Klinik außen vor zu lassen. Denn auch wenn es eine ganz andere Arzt von Aufenthalt ist, triggert es die Aufenthalte in der Kindheit. Diese 12 Jahre voller wöchentlicher (ein paar Jahre sogar dreimal wöchentlich) Ambulanzbesuche, jährliche Klinikaufenthalte, schmerzhafte/unangenehme Untersuchungen und selbst wenn ich mal nicht da war – ging es ständig um Trinkmenge, nicht mehr trinken dürfen nach 16 Uhr, Toilettenbesuche, Tabletten und Aussehen, Menge und Geruch des Urins.

Kein Wunder, dass das Trinken grade wieder so ein Problem ist.

Gut ist anders – keine Frage. Aber irgendwie geht es auch einfach weiter – es  – läuft – einfach.

 

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