In farbigem Gedenken

Regenbogen

Alina

* 29. Oktober 2009       † 31. Oktober 2009

 

Foto mit freundlicher Genehmigung vom Eselskind

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4 Antworten auf In farbigem Gedenken

  1. marc sagt:

    Ilana,ich verfolge deinen blog jetzt schon seit geraumer Zeit.Allein die Tatsache,dass du Alinas Geburtstag jedes Jahr begehst,macht dich zu einem sensiblen und tiefempfindenen Menschen. Und der Umstand,dass dein Name ein Anagramm von Alina ist,macht eure Verbundenheit noch deutlicher.Auch von mir ein Gedenken an Alinas Geburtstag…
    Marc

  2. K. sagt:

    Liebe Ilana,

    kann es sein, dass Dir Alina und das was ihr widerfahren ist so sehr ans Herz geht, weil es auch Dir widerfuhr, in einer anderen, übertragenen Weise?
    Oft zeigt uns das, was uns berührt und nicht mehr los lässt ja auch was im eigenen Inneren, was endlich auch mal gesehen werden will.

    Ich nehme da einen tiefen Schmerz wahr bei Dir.
    Und einen stellvertretenden bei Alina, die irgendwie „nicht gehen“ darf…und damit nicht das sein, was sie ist. Kann es nur schwer beschreiben.

    Im Grunde sind wir alle doch eines: Energie. Und Energie manifestiert sich und löst sich wieder auf. Und Energie binden zu wollen kostet Energie, die dann nicht mehr für anderes zur Verfügung steht. Mal naiv naturwissenschaftlich betrachtet…

    Ich wünsche Dir alles Gute für den bevorstehenden Umzug!

    K.

  3. Ilana sagt:

    Liebe K.,
    es ist ja nicht so, dass ich Alina „halten“ will oder so. Es ist ein an sie denken, sie nicht vergessen. Sie hat mir etwas geschenkt und dafür bin ich dankbar. Und diese beiden Tage sind eben die, an denen ich besonders an sie denke und ihr Raum einräume.

    Ich glaube nicht, dass ich mich in ihr wiederfinde und es deshalb so ist. Es kann gut sein, dass sie stellvertretend für etwas steht. Darüber hab ich mir oft Gedanken gemacht, es gibt dazu einige Ideen, aber nicht das Gefühl des „ja genau das ist es“. Vermutlich ist es schlicht eine Mischung.

    Sie ist auch nicht das erste Kind, von dem ich mitbekam, dass es verstarb. Aber als ich ihr Bild sah, war da etwas besonderes. Vielleicht ist es auch genau das – dass sie es schaffte eine Verbindung zu schaffen. Keine Ahnung.

    Ich könnte noch nicht mal sagen, dass eine große Trauer dabei ist.

    So wie es andere Menschen in meinem Leben gibt, die auch „ihren“ Tag haben, ist es für mich ein an sie denken.

    Ein Erinnern, kein Festhalten.

    Und das passt auch zu dem was du zur Energie schreibst. Denn ich glaube daran, dass das Dasein eines Menschens in der Welt etwas verändert. Selbst wenn dieser Mensch stirbt, nicht mehr da ist – ist die Veränderung da, quasi sein „Vermächtnis“ – und das ist wie mit Dominosteinen – die dauert an, denn aus dieser Veränderung entsteht eine andere, durch andere.

  4. K. sagt:

    Liebe Ilana,

    wie gesagt, es fällt mir schwer zu beschreiben was ich da so wahrnehme, und viellicht hat es auch viel mehr mit mir selbst zu tun als mit Dir. Aber es ist da.

    Ich empfinde das, was Du schreibst auch nicht als „klammern“ (also einen negative Form des „Festhaltens“) sondern als „erhalten“, also positiv. Und kann Dich da sehr gut verstehen.

    Und trotzdem ist da dieses Gefühl, dass es nicht nur um Alina und ihr viel zu kurzes Leben geht, an dieser Stelle. So, als ginge es um die kleine, gerade geborene Ilana, die sich etwas wünscht und das einfach nicht bekommt. Und irgendwann stirbt sie halt einfach.
    Ich meine damit jetzt in absolut keinster Weise, dass Alina das nicht von ihren Eltern bekam -denn das hat sie wohl bekommen, soweit ich das beurteilen kann – sondern ich frage mich in wieweit die kleine „Ilana“ das je bekam?

    Herausfinden wirst Du das selbst müssen, und da bist Du ja auch gut bei.

    Wie Du schon sagtet: Es ist immer ein Miteinander, eine gegenseitige Veränderung….

    Lieben Gruss,

    K.

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