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… bin ich.
Es war heute super anstrengend und dadurch sehr unstrukturiert, was das einkaufen mühsam machte. Doof war halt, dass ich schon im ersten Laden einiges nicht bekam, das bringt mich meist doch ziemlich durcheinander.
Dafür hab ich jetzt eine Geigenfeige – die such ich schon eine Weile und bei Kaufland hab ich sie heute entdeckt – sogar runtergesetzt. Dabei ist es eine große – mit Topf ist sie ca 140 hoch, also wohl ab Topf ein guten Meter.
Der Computerschrank steht auch und so ganz glücklich bin ich noch nicht – aber das muss ich noch sehen – die Platzierung ist noch nicht ideal – wobei ich da auch eine Idee habe – mal sehen wie sich das umsetzen lässt – heute sicher nicht mehr.
Körperlich war es heute definitiv zu viel.
Jetzt nur noch Dusche, was essen und ins Bett – und morgen dann Thera.
PS: achja und noch die Wäsche aus dem Trockner – da komm ich leider nicht drum rum.
Im Gebrauchtmöbelladen ein tolles Teil ergattert, grade zur rechten Zeit da gewesen, denn es ist erst rein gekommen.
Ein Computerschrank – von der Breite so wie ich das Regal gesucht hab, die Tiefe klasse und es ist etwas höher als geplant, aber passt. Schönes Holz, traumhafte Beschläge und eine super Aufteilung. Für einen Computerschrank schön klein und kompakt.
Freut mich vor allem deshalb, weil der vorhandene Computerschrank in die neue Wohnung nicht mit soll (wenn es jemals so weit kommt), weil er einfach zu groß ist und ich mit dem neuen auch das Problem gelöst habe.
Bis dahin kommt er in die Pflanzenecke und bietet Unmengen Stauraum
- das einzige was ich noch tun möchte ist eine Unterlage oben auf zu packen, damit keine Wasserflecken dran kommen.
Eine Lampe gab es auch und die Pflanzenecke ist bereits umgeräumt (und die Lampen entsprechend neu montiert).
Gleich wird mich W. abholen zum Großeinkauf und da werden wir erstmal das Teil einsammeln.
Arzttermin grade abgesagt – viel hätten wir heut eh nicht zu besprechen gehabt.
Ich ruf da normalerweise eine Stunde vorher an und frag wie es aussieht – ob ich lieber gleich etwas später kommen soll oder es mit dem Termin passt – das erspart mir Wartezeit. Heute war auch der Hintergedanke, dass ich evt den Termin ganz verschiebe, da ich eh erst kurz vor der Mittagspause meinen hatte.
Da sich das heute tatsächlich auch alles verzögert, bot ich an, den Termin dann zu verschieben. Zwar ist der nächste freie Termin erst im Mai – aber das ist ok. Rezepte krieg ich auch so und wenn bis dahin was brennen sollte, kann ich anrufen.
Passt mir heute sehr gut.
Außerdem ist ausnahmsweise das Geld schon auf dem Konto (kommt sonst erst später) – weshalb wir gleich im Gebrauchtmöbelladen wegen einer Kommode schauen – und einer Lampe. Letztere brauch ich dringend, ersteres wäre sehr gut wenn ich was passendes fände.
Danach geht es nochmal nach Hause und am Nachmittag steht der Großeinkauf an. Eventuell wird dazwischen noch eine Maschine Wäsche gewaschen oder so – mir gehen die Klamotten aus.
Dass der Arzttermin wegfällt bringt grad Luft rein – und darüber bin ich sehr froh.
Beginne den Tag mit etwas was du gerne tust.
Widme dich erst danach den nicht so beliebten Aufgaben.
Wir haben zum einen den Termin letzten Di nachbesprochen – was auch nötig war. Dann ging es ums “wie machen wir weiter” – wobei ich da das Gefühl habe, dass ich in einer Sackgasse stecke.
Zum einen wäre es klar das Gefühle zulassen, aber da sind wir dann an dem Punkt, dass es mittlerweile so viel ist, dass das nicht mehr dosiert machbar ist. Das wiederum macht panische Angst – auch wegen der Heftigkeit und Intensität der Gefühle – die mich auch nahe an die Grenze des Wahnsinns bringen – was ja nicht Sinn der Sache ist.
Das was ich bräuchte wäre Halt – den wiederum kann ich eh nicht annehmen (abgesehen davon dass es ihn so auch nicht gibt) – und damit schließt sich der Kreis – ein zulassen ist noch weniger möglich, weil eben Angst usw.
Für den Thera steht das Thema “Schuld” auf dem Plan – ein “darf nicht, weil hab ich nicht verdient” (die Gründe lass ich hier ertmal außen vor).
Gut möglich – das spielt sicher auch eine Rolle – im Moment hab ich aber eher das Gefühl es ist die Intensität – und die angst davor die Kontrolel zu verlieren – und die hab ich dann sicher nicht mehr.
Dazu das alte Thema – Tränen schon mehr als schwierig, ein Beben oder gar ein Schluchzen – undenkbar. Aber genau darauf würde es hinauslaufen.
Es war gut dass wir letzte Woche die Situation geklärt haben, den “Ablauf” – weil es damit wirklich möglich war, die Sachen auch wegzupacken.
Wir arbeiten ja viel mit symbolhaften Dingen: innere Helfer, P. fürs Kind, das Turmzimmer bzw S. und D. für die Erwachsene usw. Dazu haben wir jetzt angefangen mit symbolhafter Hand im Rücken usw (auch wenn das noch meilenweit von sinnvoller Anwendung entfernt ist).
Diese symbolhaften “Unterstützungen” – sollen die realen ersetzen – da es die da ja nicht gibt. Klappt in begrenztem Rahmen auch.
Doch ich glaube was das Zulassen der Gefühle angeht bin ich aktuell an einem Punkt, wo das nicht reicht. Wo auf der einen Seite der “Wahnsinn” lockt – auf der anderen die Intensität einem schier den Verstand raubt. Es ist eine Gratwanderung da nicht mich drin zu verlieren.
Dabei hab ich nicht mal Angst dass das nicht wieder irgendwie hinzukriegen wäre – aber Angst vor der Zeit die dafür benötigt wird.
Entsprechend blockt eh alles. Mit dem Thema “Schuld” brauchen wir gar nicht anzufangen – da ist dann gleich dicht und es kommt nichts mehr an – und der Rest – tja – keine Ahnung.
Am Ende ging es noch um organisatorische Sachen. Zum einen wird er im März/April die Verlängerung beantragen, wobei das erstmal unabhängig von der therapeut. Arbeit läuft, da wir einen Weg gefunden haben, wie das auch ohne für uns machbar (und teilfinanziert) ist. Zum anderen wird ab 1. März die Kollegin mit in die Praxis ziehen (naja eingezogen ist sie schon halb, aber ab da fängt sie richtig an).
Ich kenne sie, mag sie auch – und trotzdem ist da viel Angst – weniger vor ihr, als vor dem jemand über den Weg laufen – das find ich schon bei den Patienten meines Theras blöd, dann wuselt da noch jemand rum. Noch ist unklar wann ihre Termine beginnen, aber vermutlich wird sie donnerstags gar nicht da sein – was ein großes Aufseufzen und “Gott sei Dank” meinerseits zur Folge hatte gg.
Denn grade nach den langen Terminen kann ich niemanden sehen – es ist sehr beruhigend zu wissen, dass ich dann weiterhin unten den Raum nutzen kann und zur Ruhe kommen (das ginge auch mit ihr, aber so läuft da auch niemand rum).
Jetzt hoffe ich nur er hat sich nicht geirrt.
Bedanke dich heute bewusst – auch für anscheinend Selbstverständlichkeiten.
Gehe eine Straße entlang und begegne jedem mit einem Lächeln.
Wie fühlt es sich an? Wurde zurückgelächelt?
Die üblichen Fragen, die grade beim älter werden, wieder aktuell sind – was hab ich denn erreicht?
Karriere – hab ich keine und kann ich auch knicken – mittlerweile auch zu alt dafür. Ganz abgesehen davon, dass ich nicht erwerbsfähig bin und somit das Theme eh vom Tisch. Mehr als Ehrenamt ist da nicht mehr drin.
Tja und Familie, Kinder – hab ich nicht.
Für mich war immer klar, dass ich keine Kinder möchte. Zum einen weil ich ihnen nicht gerecht werden könnte, gar nicht die Kraft für hätte, zum anderen aber auch, weil ich zu viel von meiner Mutter habe und keinem Kind schaden will.
Mir war auch klar, dass es da nicht reicht sich dessen bewusst zu sein, und vielleicht hab ich lange in der Thera durchgehalten, in der Hoffnung es irgendwann hinter mir zu lassen und Familieneglück doch mal erleben zu dürfen.
Doch schon einige Jahre ist für mich klar, dass ich niemals Kinder möchte, weil ich nicht das bieten kann (und ich red hier nicht vom Materiellen, sondern von Liebe, Geborgenheit, Schutz usw) was ein Kind braucht.
Dabei kam ich mit Kindern immer gut klar – als Babysitter würde ich sofort einspringen – aber bitte mit der Möglichkeit das Kind dann auch wieder abzugeben – und ohne Erziehungsauftrag
.
Wobei ich da durchaus auch Kinder kenne, die ich nicht mag. Zwei fallen mir da auf Anhieb ein – beide eigentlich arm dran, die eine vernachlässigt, der andere überbetüdelt – beide kennen keine Grenzen, mit dem Mädchen hab ich keinen Kontakt mehr (war mir ganz wichtig, weil da einfach zu viel passierte, was mich auch triggerte), der Junge – naja – er manipuliert die Umwelt und kommt damit immer durch. Und ich glaube, dass ihm das auch bewusst ist. Nicht das wie und warum, aber dass er dieses oder jenes tun muss um das zu erreichen was er will – und das bewusst einsetzt.
Das ist auch so ein Punkt an dem ich merke, dass es gut ist, dass ich kein Kind habe. Den ich kriege an bestimmten Punkten das nicht getrennt – und dann mit dem Kind ein echtes Problem.
Das ist kein Thema, wenn es zeitlich begrenzt ist – da kann ich mir auch sagen, dass es ein Kind ist und nichts für kann. Da kann ich mich auch entsprechend abgrenzen, doch auf Dauer geht es nicht.
J. wäre mittlerweile 14 Jahre alt. Manchmal denke ich an ihn, wie er wohl wäre. Ich war schwanger und hab das Kind verloren. Damals war ich froh – und fühlte mich doch schuldig – weil ich es ja nicht wollte. Ich glaube nicht dass ich in der Lage gewesen wäre, mich um ein Kind zu kümmern. Genausowenig wie ich heute in der Lage wäre.
Weil ich keine Nähe zulassen kann, weil ich nicht lieben kann, gar nicht weiß was Liebe ist.
Weil ich glaube, dass nur so die Kette durchbrochen werden kann – wenigstens ich nichts von meiner Mutter weitergebe.
Es ging nie darum ob ich mir ein Kind wünschte oder nicht – und ehrlichgesagt – ich kann diese Frage auch nicht beantworten. Denn es war immer klar, ich darf nie eins haben – ich kann es nicht. Weil ich schon mit mir selbst mehr als genug zu tun habe.
Ich bewunder die Frauen, die mit ihren inneren Dämonen kämpfen und trotzdem für ein Kind da sind, sich drum kümmern – und ihr bestes geben. Sie haben meine absolute Hochachtung.
Langsam kehrt Ruhe ein – in mir.
Die letzten Nächte waren schlaftechnisch sehr gut und ich fühl mich gleich sehr viel wohler. Ich fühl mich auch aktiver und nicht mehr so “niedergeschlagen” – obwohl es da gerne noch besser werden darf.
Ich bin froh darüber.
Erfinde einen neuen Festtag und feiere ihn (oder entdecke einen alten neu)
- den Namenstag
- den Tag des ersten Kusses
- den Tag an dem man den ersten Bärlauch pflückt oder
- an dem die ersten Schneeglöckchen blühen