Das Jahr 2011 und 2012

Wie jedes Jahr ein Rückblick – eine Art Bilanz – in der steht was ich im letzten Jahr erreicht habe und was ich mir für das nächste vornehme.

Dabei geht es weniger um die obligatorischen „Vorsätze“, die eh gleich vergessen werden, sondern um ein Überprüfen des Weges auf dem ich mich befinde – wo war ich, wo will ich hin und wie kann ich das erreichen – was ist auch realistisch in einem Jahr zu schaffen.

Es ist ein Anlass zu schauen ob ich mich in die Richtung (weiter-)entwickle in die ich auch möchte, ob sie stimmt oder mich wieder mehr von mir entfernt, ob es noch der richtige Weg ist, der mich weiterbringt und mich fordert, ohne zu überfordern.

Das letzte Jahr war – schwierig. Eigentlich bin ich von einer Krise in die nächste – meine Stützpfeiler auf denen alles gebaut war, sind weggebrochen: die Therapie drohte ganz wegzufallen und die Betreuung war bis vor einem Monat auch unklar.

Beides hat sich wieder stabilisiert, doch dieses jahr stand unter keinem guten Stern.

Aber ich habe es geschafft und das neue – wird hoffentlich besser werden.

 

Das was ich mir letztes Jahr für dieses vorgenommen habe, steht hier kursiv:

 

Das Jahr 2011

für das neue Jahr möchte ich im Prinzip den Weg so weitergehen wie bisher, da ich schon das Gefühl habe auf dem richtigen zu sein.

körperlich:

– ich möchte weiterhin mind 3 x die Woche zum Schwimmen bzw Sport machen

bis auf die letzten 2 Monate hab ich das wirklich durchgezogen – die letzten Wochen wurde es aber weniger – einfach weil das Geld fehlte fürs Schwimmen und die Motivation für den Ergometer

– weiterhin einmal die Woche zur Phyiso – um irgendwann die Krücken loszuwerden – wenn ich das nicht erreichen kann in dem Jahr – dem wenigstens wieder ein Stück näher sein

fast geschafft 🙂 – das wöchentlich fällt in letzter Zeit häufiger mal aus, aber die Krücken bin ich los. Auch wenn ich für den Winter versprechen musste, sie noch zu nehmen wenn es draußen glatt ist oder Schnee liegt – denn auch wenn ich mittlerweile gut ohne klar komme, wäre ein rutschen und neu verletzen grade sehr ungünstig und würde den Erfolg wieder zunichte machen.

– über Sport weiter an meinem Gewicht arbeiten, die UHU wären schön, aber mir würden 10 Kilo schon reichen

autsch – nachdem ich im Frühjahr zugenommen hatte, stagnierte es und die letzten Wochen ging es bergauf – was im Endeffekt bedeutet die UHU sind sehr weit entfernt – eher so 2-3 Jahre und ich hab leider 5 Kilo zugenommen, nicht ab.

– Körperwahrnehmung – es wäre schön wenn ich da dran arbeiten würde, aber konkret ist da außer dem Sport nichts geplant

auch hier scheiterte es am Geld – Shiatsu wäre toll, ist aber grade nicht finanzierbar. Allerdings empfinde ich meine Körperwahrnehmung aktuell gar nicht so schlecht.

Wohnung:

– mehr Stabilität in der Ordnung erreichen, mindestens aber es so halten wie es jetzt ist

erreicht. Zwischendrin haperte es und klappte weniger gut, auch weniger als letztes Jahr, aber die letzten Wochen klappt das wieder sehr stabil

– die Betreuung weiter nutzen – sofern der Bescheid endlich kommt – und vielleicht sogar mal länger als 3 Monate am Stück ohne Anträge, Bescheide und Wechsel

tja das war wohl ein Satz mit x. Erst seit einem Monat ist klar, dass es jetzt mit W. weitergehen wird – bis dahin war der drohende Wechsel allgegenwärtig, was die Betreuungssituation sehr massiv beeinträchtigte. So gesehen ist es ein noch größerer Erfolg, dass das mit der Wohnung trotz der Umstände geklappt hat.

– wenn möglich bereits in die neue Wohnung einen Stock über der aktuellen ziehen und das möglichst schuldenfrei, entsprechend dieses Jahr für den Umzug sparen

der Umzug muss waren und das schuldenfrei auch – der Einzug der kleinen Maus und die doch sehr hohen Tierarztkosten werden mich noch eine Weile begleiten – der Umzug ist immer noch geplant, sofern der Vormieter auszieht (aber er darf sich gerne noch etwas Zeit lassen, da ich grad das Geld nicht habe)

Therapie:

– weiter an den Gefühlen arbeiten, am Zulassen, zur Zeit auch am Aushalten ohne dass die alten Schutzmechanismen wieder greifen und einfach “abschalten”

wir arbeiten dran – wieder. Und das verbuch ich als Erfolg.

– weiter am Kind arbeiten – dass es sicherer wird, sich selbst kennenlernt, was es will, braucht und dass es Vertrauen zu P. aufbauen kann

auch das Kind hat seinen Platz, ist im Haus angekommen und wird in der Therapie mit eingebunden

– mich an die neuen Praxisräume gewöhnen und mich dort sicher fühlen können und Ausblenden lernen, dass wir nur eine begrenzte Stundenanzahl haben bzw. Annehmen lernen, dass der Thera auch nach Auslaufen der genehmigten Stunden mit mir weiterarbeiten möchte

tja die Therapie hat dieses Jahr viel unerwartetes gebracht. Die Therakrise Anfang des Jahres, die fast das Aus war, dass es plötzlich nicht mehr weitergehen sollte und dass das Vertrauen völlig verloren ging

Von daher ging es dieses Jahr eher eine Arbeitsbeziehung zu gestalten. Dadurch kamen inhaltliche Dinge sehr zu kurz.

Aber dafür wird es weitergehen.

Was die Praxisräume und das Ausblenden angeht – es ist mir nicht gelungen, allerdings haben wir den Do-Termin jetzt auf morgens gelegt, da ist die Geräuschkulisse der Lieferverkehr und das gelingt mir deutlich besser als das Gewusel später.

Die Räume selbst sind jetzt auch vertraut, doch da dieses Jahr die 2. Therapeutin „einziehen“ wird, muss ich lernen damit klar zu kommen, dass eben noch jemand da ist. Man hört es, das Gemurmel  – aber wichtiger ist da dann die Treppe.

 

und wie soll es nun weitergehen?

Das Jahr 2012

 

körperlich:

– die Krücken endgültig loswerden

– Physio als Sporteinheit mit einbinden (mind. alle 14 Tage, nach Möglichkeit einmal die Woche)

– wieder auf 3x die Woche Sport kommen und das auch durchhalten (Schwimmen, Ergometer, Nordic Walking, evt. Stepper)

– das Gewicht reduzieren – Ziel sind 5-10 Kilo

– über die Schmerzambulanz eine funktionierende Neueinstellung des „Schmerzmanagements“ erreichen, Schmerzmedikamente und Alternativen prüfen und gegebenenfalls umsetzen

– mit dem neuen Hausarzt eine Basis finden, ein Vertrauensverhältnis aufbauen

 

Betreuung/Wohnung:

– die Wohnung so halten wie sie ist, da mehr Stabilität rein bekommen und weniger Krisen

– die Betreuung wirklich nutzen, trotz etwas eingeschränkter Möglichkeiten was die Zeiten angeht, Hauptziel ist auch hier die Wohnung

– den Umzug hinter mich bringen, sofern der Vormieter auszieht – und mich in der neuen Wohnung häuslich einrichten und wohlfühlen

– den Kratzbaum für die Katzen bauen

 

Therapie:

irgendwie grad der schwierigste Punkt

– die Therakrise in der ersten Jahreshälfte auch gefühlsmäßig aufgreifen und hinter mir lassen

– das Thema „Mutter“ angehen

– der Weg wird weiterhin sein, Gefühle zuzulassen, zu lernen zu fühlen, damit umzugehen und eine Art „Gleichgewicht“ zu erreichen – das wird länger als ein Jahr dauern, aber auf diesem Weg ein Stück weiterkommen

– Umgehen lernen, dass noch jemand in der Praxis ist – sowohl mit dem Gemurmel aus dem Nebenraum, aber noch wichtiger – die Treppe, die „Gefahr“ dort jemanden zu begegnen und damit klar kommen, denn dieses Jahr wird die 2. Therapeutin wohl wirklich einziehen

– weiterhin einmal die Woche in die Tischlerei gehen

Dieser Beitrag wurde unter Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.