will nicht

Mich irgendwo verkrichen und losheulen – danach ist mir.

Aber es geht nicht – weil losheulen ja bedeuten würde, Gefühle zuzulassen und das geht grad nicht für mich.

Schon den ganzen Morgen wird alles mit einem „will nicht“ quittiert – egal um was es geht – aber nicht das trotzige, mehr das, das sich immer umsieht und eigentlich nur losrennen will, immer in Hab-Acht-Stellung, hektisch und unsicher – weil es schon längst losrennen hätte sollen.

Alles zu laut, zu schrill, zu viel.

Am liebsten würde ich das Treffen mit A. heute absagen.

Ich fühl mich krank, ein Harnwegsinfekt scheint sich grade zu einer Nierenbeckenentzündung hochzuarbeiten. Ich weiß woher das kommt – und auch as gehört in die Ecke mit dme „bloss nicht zu viel bewegen“ – weil ich mich lieber auf den kalten Boden setze las auf einen Stuhl und die angebotene Matte verschmähe, weil ich was festes auf dem Boden brauche und nichts was noch rutscht – weil es um den festen Halt geht und Sicherheit und Bodenhaftung.

Fühle mich müde und unausgeschlafen, dabei hatte ich diese Nacht (dank Schlaftablette) viel geschlafen, aber irgendwie bin ich auch nicht so richtig wach.

Dafür gurmmelig, gereizt und schnell genervt – was heute morgen die kleine Maus schon zu spüren bekam, weil ich sie ins Wohnzimmer sperrte – ich wollte einfach meine Ruhe (und der kleinen Maus machte das auch nix aus).

Während ich das hier so schreibe, wird eigentlich deutlich, dass ich das mit A. heut nicht machen kann – sie wollte mich um 15 Uhr abholen und erst zu ihr, dann Gottesdienst und dann Gebetskreis – aber allein beim Gedanken daran könnte ich losheulen – weil zu viel.

Dabei mag ich A. – sehr sogar – und ihre Kinder auch.

Ein typischer „Auszeit“-Tag – mit Welt aussperren und Decke über den Kopf und nichts mehr sehen und hören.

Nur am Umsetzen hapert es – noch.

 

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