wenn schon, denn schon

Im Moment ist es ja so, dass ich recht viele Arzttermine habe (und ja vor dem Hautarzt am Mo schlotter ich schon ganz schön).

Leider ist es auch so, dass ich in den letzten Monaten einen deutlich höheren Schmerzmittelbedarf habe und seit Wochen/Monaten (mit sehr kurzen Unterbrechungen von ein paar Tagen) eigentlich am Limit bin. Das war ich die letzten Jahre nicht so oft und wenn dann immer nur für ein paar Tage – also quasi genau umgekehrt im Verhältnis wie aktuell.

Schon länger ist die Überlegung doch mal in die Schmerzambulanz zu gehen. Auch wenn die im Prinzip nicht viel ändern können – sehr wahrscheinlich – da ich sowohl mit Medikamenten, als auch mit Phyiso und Bewegung recht gut „eingestellt“ bin und wir da schon ziemlich viel probiert haben.

So ganz dagegen spricht für mich auch (und ich weiß durchaus dass das kein wirklicher Grund ist), dass ich seit Wochen ohne Krücken laufe, nur mit Gehstock (auch wenn das aktuell etwas in Gefahr ist und eben zur Zeit manchmal nicht so gut geht) und es durchaus wahrscheinlich ist, dass ich den Stock bis Ende des Jahres auch los werde.

Denn ich hab das mit den Schmerzen oft am Laufen festgemacht, obwohl das immer nur ein „kleiner“ Teil war. Außerdem komm ich mit den chron. Schmerzen ganz gut klar – und es klingt immer schlimmer – das „seit 10 Jahren keine schmerzfreie Minute“ – als es sich für mich oft anfühlt – nur in Schüben oder Phasen wie aktuell hader ich da etwas mehr mit.

Mir ist auch klar woher aktuell die Schmerzen kommen – es ist einfach wieder deutlich kühler, die Sonne „verschleiert“ das etwas und die Übergänge waren immer schwieriger.

Trotzdem steht es seit einer Weile im Raum, da einfach auch das mal fachärztlich durchchecken zu lassen – zumal der aktuelle Konsum der Schmerzmittel an der Grenze ist (mehr geht nicht, würde auch nix bringen, es ist Valoron und das hat um Überdosierungen auszuschließen ein „Gegenmittel“ mit drin, dass ab einer best. Menge greift).

Auch ein anderes Medikament wurde erhöht – gegen RLS – und das wird vermutlich wieder vermehrte Wasseransammlungen mit sich bringen (mich gruselt schon vor dem nächsten Mal wiegen – letzten Di war da ja schon das erste bisschen, wobei da auch das Essen mit reinspielte – diese Woche bin ich aber ziemlich brav). Und auch das könnte damit zusammenhängen, dass ich schmerztechnisch grad wieder mehr Probleme hab – sprich – bekomme ich die in den Griff, könnte ich evt auch dieses Medikament wieder reduzieren.

Deshalb habi ch mich jetzt entschlossen, einen Termin in der Schmerzambulanz zu machen. Termin hab ich zwar noch keinen, aber ich bekomme einen Fragebogen zugeschickt, muss den ausfüllen und abgeben und bekomme dann einen Termin zugesandt (und soll auf den Fragebogen gleich schreiben, dass es ein Arzt sein soll und keine Ärztin und ich werde auch dazuschreiben, dass ich Di und Do eben nicht kann wegen Therapie, denn die ist mir wichtiger als der Termin in der Schmerzambulanz).

Was ich mir davon erhoffe? Ehrlichgesagt geht es mir mehr darum wirklich nochmal zu prüfen ob ich noch was anders machen könnte, sprich ob es für Phyisotherapie andere Möglichkeiten gibt oder andere Übungen oder ich mit den Medikamenten nochmal anderes probieren sollte (immerhin ist das schon viele Jahre her seit ich mit dem Valoron angefangen hab, weil anderes nicht griff oder das Verhältnis von Wirkung zu Nebenwirkung einfach gegen das Medikament sprach), außerdem würde ich gerne wissen was so die Erkenntnisse der letzten Jahren zu Fibromyalgie sind (weiß da hat sich ein bisschen was verändert) bzw welche Angebote es hier in der Gegend gibt (auch das hat sich in den letzten Jahren verändert).

Und es geht mir darum nichts zu übersehen – also wirklich zu hinterfragen ob der Umgang damit wie ich es  mache auch das ist, was gut ist für mich – oder einfach veraltet und neu angepasst werden sollte (denn die Umstände haben sich ja auch verändert).  Also um eine Bestandsaufnahme mit Menschen die sich darauf spezialisiert haben.

Warum ich da nicht eher hin bin – naja damals als es anfing – gab es das nicht in der Form und dann – war der Leidensdruck nicht groß genug dafür – ich kam ja gut mit klar. Der Leidensdruck ist auch jetzt nicht so, dass ich da unbedingt was machen muss – aber in Hinblick auf Medikamente und Gewicht – ist es durchaus ein Punkt und da ich aktuell eh grad einen Komplettcheck mache so wie es aussieht, kann ich das ja gleich mitmachen – war so der Gedanke dahinter.

 

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