Thera heute

Nein es geht mir grad nicht gut.

Wir haben heute mit Aufstellung gearbeitet – die Gefühle, die Automatismen (die sich später aufteilten in Schutz und Automatismen/Widersacher), mich und den Thera.

Ziel war eigentlich nicht etwas zu klären oder zu wissen, sondern Spielraum zu bekommen – denn aktuell ist ein Gefühl da und tausend Automatismen greifen und das Zulassen ist nicht.

Aber Gefühle sind da – ich bin randvoll damit, ertrinke innerlich und hangel mich von Termin zu Termin in der Hoffnung ein Ventil zu finden um ein bisschen „ablassen“ zu können, damit ich wieder Luft kriege.

Wirklich deutlicher wurde nichts – außer dass das Gefühl sich eher wie ein kleines Kind hinter dem Schutz versteckt. Der Schutz ist auch sowohl für das Gefühl als auch mich da – wie eine Schutzschicht zwischen zwei Massen die explodieren würden wenn sie zusammenkämen.

Der Schutz reguliert die Geschwindigkeit und Distanz – in der Art, dass keiner von uns beiden dabei Schaden nimmt.

Während die Widersacher sich wie ein Türsteher gebärden mit dem permanenten: an mir kommst du nicht vorbei. Drohend und sowohl vom Gefühl als auch mir als Bedrohung wahrgenommen.

Leider auch ohne Möglichkeit den etwas zur Seite zu bekommen  – selbst mit einer „was an Hilfe nötig ist“ – blieb das Drohen, dass sie schon einen Weg finden würden und ich nicht an ihnen vorbeikäme (auf dem Weg zum Gefühl).

Der Thera nahm es anders wahr (allerdings muss ich noch klären ob er sie als Widersacher ansah oder allgmeein aus Automatismen, denn am Ende hat er sie als Automatismen benannt –  und damit würde seine Wahrnehmung stimmiger erscheinen) – als sie seien müde und würden gerne ihre Ruhe haben, brauchen dazu aber noch die Wertschätzung und eine Art „Danke“.

Das würde für die Automatismen voll Sinn machen, für die Widersacher aber nicht.

Wie auch immer – für mich wurde deutlicher, dass die Widersacher den Weg nicht so ohne weiteres freigeben – und wir haben noch einen Do-Termin und dann ist der Thera in Urlaub – von daher – vielleicht sollte ich bis nach dem Urlaub eher die Automatismen „füttern“ – und nicht zur Seite schieben wollen.

Aber Frust und Resignation und Hoffnungslosigkeit, das Gefühl verloren zu haben – und auch Angst – vor dem was das bedeutet – weil ich eh schon innerlich ertrinke und es nicht weniger wird sondern mehr – und das damit irgendwie allein sein, weil es ja bei der Aufstellung um was anderes ging – hinlässt mich grad in einem Zustand der alles andere als gut ist.

Von daher – heute nur noch Auszeit – gleich fahr ich nach Hause und geh erstmal mit Pebbels eine große Runde und lass mich durchpusten.

 

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