Überlegungen – Teil 2

Ich hab die letzten Tage viel über das Abnehmen und die 1500 kcal nachgedacht. Schon länger informier ich mich – sowohl in Abnehmforen als auch Sportlerforen, lese Berichte, Studien und Infos von Ernährungsberatungen usw – und im Endeffekt hat sich für mich da was rauskristallisiert was mir logisch erscheint (und sowohl im Sportler- als auch im Ernährungswissenschaflichen Bereich gleich ist).

 

Mir ging es darum warum das mit den 1500 kcal nicht klappt – also das Abnehmen – und warum in dieser Zeit meine Leistungsfähigkeit (Schwimmen vor allem) so nachgelassen hat – aber auch im Alltag. Natürlich hab ich dabei berücksichtigt, dass ich mich in letzter Zeit auch häufiger übernommen habe und mich gefragt ob nicht das auch der Grund sein kann.

Was aber (auch von meinem Arzt her) deutlich wurde, ist dass das mit den 1500 kcal nicht hinkommen kann.

Mein Grundumsatz (ohne jegliche Betätigung, also wenn ich den ganzen Tag NICHTS tun würde, nicht aufstehen, anziehen usw) – liegt von unterschiedlichen Rechnern und unterschiedlichen Methoden berechnet meist zwischen 1850 und 1900 – wobei das nicht der Durchschnitt aller Rechner ist, sondern der Wert den die meisten ausgeben. Manche geben auch 2000 – 2200 aus.

Dazu kommt dass ich an Bewegung (und ich habe hier nicht alles eingerechnet sondern nur das Schwimmen, die Tischlerei und die 2 Stunden Großputz wöchentlich – Physio habe ich nicht eingerechnet, weil da zu große Schwankungen sind und das ab übernächste Woche eh erstmal wegfällt) ca 3500 kcal die Woche verbrauche (und da ist beim Schwimmen jetzt der aktuelle Stand mit ca 1 Std und 64 Bahnen berechnet nicht die 80 – 100 Bahnen die es mal waren).

Die meisten sagen, dass der Körper keine Muskeln aufbaut, wenn nicht zumindest der Grundumsatz gedeckt ist – denn Muskeln verbrauchen Energie und wenn der Körper wird nichts produzieren was mehr Energie braucht, wenn er seit geraumer Zeit merkt dass er sie nicht bekommt, sondern eben runterfahren.  Im Sport ist das ganz klar, beim Abnehmen wird das oft zu wenig berücksichtigt und dann gewundert warum einige mit 1200 kcal oder so nicht abnehmen.

Logisch – der Körper greift nicht auf die Fettspeicher zu, wenn er das Gefühl hat es sind Notzeiten ausgebrochen und er könnte das noch brauchen. Er ist im Sparzustand und das würde auch erklären warum die erste Woche noch was runter ging und dann Stillstand war und zuletzt sogar wieder was hoch – denn alles was möglich ist wird eingelagert für die schlechte(ren) Zeiten – und deshalb kann es auch nicht als Energie zur Verfügung stehen.

Es heißt (übrigens sind sich da fast alle einig) dass man max 500 kcal einsparen soll – MIT Berücksichtung der Bewegung – sprich Grundumsatz plus Bewegung ist der Bedarf den man hat, das was verbrannt wird – und von dem max 500 kcal weniger (sollte nicht unter dem Grundumsatz sein – wenn also zu wenig Bewegung da ist um 500 kcal zu erreichen muss man da ansetzen) – der Grundumsatz muss gedeckt sein, damit der Körper nicht auf Sparmodus umschaltet. Wenn eh schon viel Bewegung ist, sollte dann aber nicht nur der Grundumsatz gedeckt werden sondern eben bis max 500 kcal  weniger zu sich genommen als verbraucht worden ist.

Umgerechnet sind das – wenn ich jetzt die 1850 – 1900 plus 500 (3500/7) – also 2350 bis 2400 als der Bedarf – davon die 500 kcal abgezogen bleiben bei mir wieder die 1850 – 1900 kcal als tägliche Kalorienzufuhr.

Dabei wäre noch zu berücksichtigen dass es ein Durchschnittswert sein soll – also nicht täglich die selbe Menge, sondern durchaus mal deutlich mehr und dafür dann wieder deutlich weniger – damit der Körper auch regelmäßig merkt er bekommt auch mehr als genug (eben mit dem drüber) und dass er nicht auf „Notzeitmodus“ umschalten muss.

Die meisten sagen auch dass es alle 4 Wochen etwa (oder einmal im Monat) eine Woche geben soll, in der nicht darauf geachtet wird und in der mehr zu sich genommen werden soll (ebenfalls damit der Körper merkt er bekommt schon auch mal zuviel, so dass er durchaus auf die Fettspeicher zugreifen kann).

Das ganze klingt für mich logisch – wenn ich 500 kcal mehr verbrauche (täglich) als ich zu mir nehme – muss ich abnehmen – ich bin aber nicht in dem „ungesunden“ Bereich, wo der Körper erstmal auf Vorsicht schaltet und „hey da kommen immer wieder Notzeiten, ich muss aufpassen“.

Die „Bewegungskalorien“ müssen natürlich immer wieder neu berechnet werden – denn Ziel ist schon dass die auch wieder mehr werden (zumindest für mich – grade was das Schwimmen angeht). Das neu berechnen ist wichtig, weil man sonst schnell wieder in ein „zuwenig“ rutschen könnte – was kurzfristig nicht das Problem ist – langfristig aber schon – so sollte man das jetzt nicht täglich oder wöchentlich, aber etwas monatlich neu berechnen.

Was ich mich jetzt frage ist: wenn ich doch eh bei knapp 2000 kcal war – warum das dann nicht wirklich geklappt hat – oder ob ich dann doch meist etwas drüber war (sicher nicht viel – aber vielleicht machen ja 100 kcal täglich da schon recht viel aus – keine Ahnung).

Und wenn das jetzt einer von euch bis hierhin gelesen hat – was haltet ihr davon? Hab ich da irgendwie einen Denkfehler drin oder ist was unlogisch?

 

Auch klar ist, dass ich diese Woche die 1500 kcal noch einhalte – einfach weil ich für mich die 4 Wochen durchhalten möchte (und so mitten in der Woche aufhören krieg ich – ob ich dann nächste Woche noch mache weiß ich nicht (dann hätte ich ja den Termin in der Adipositasambulanz)

Außerdem werde ich bei der Krankenkasse einen Termin bei der Ernährungsberatung ausmachen und mir anhören was die noch dazu zu sagen haben, denn in der Adipositas-Ambulanz fühle ich mich nicht ernst genommen und auch nicht gut (aus gesundheitlicher Sicht) aufgehoben.

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8 Antworten auf Überlegungen – Teil 2

  1. wortsucherin sagt:

    Hallo Ilana,

    für mich klingt das, was du geschrieben hast logisch und es deckt sich mit dem, was mir die Ernährungsberater in den verschiedenen Kliniken auch erklärt haben.

    Bei mir war ein Grund dafür, dass ich nicht abgenommen habe ein zuviel von bestimmten Lebensmittel. Ich denke da jetzt speziell an Obs und Brot. Obwohl ich immer vollkornbrot gegessen habe komme ich besser damit klar, wenn es etwas weniger ist. Vielleicht gibt es bei dir auch Lebensmittel, auf die dein Körper besser reagiert als auf andere? Was bei mir auch immer ein großes Problem gewesen ist war die Menge des Trinkens. Trinke ich zu wenig, bei mir liegt die Grenze ungefähr bei einem liter, dann nehme ich nicht ab, manchmal sogar zu und das obwohl ich bei den Kalorien nichts verändert habe.

    Das war jetzt mal das, was mir dazu eingefallen ist 🙂

    Liebe grüße
    Wortsucherin

  2. Ilana sagt:

    das mit dem Trinken ist ja auch so ein Knackpunkt – da muss ich schauen wie ich das handhabe – weil ich definitiv zu wenig trinke – aber mehr auch nicht geht.

    Das mit den best. Lebensmitteln – wie hast du das denn rausgefunden? Ich weiß z.Bsp dass ich bei Fleisch sehr schnell zunehme – unabhängig von den Kalorien, aber ess ja nicht so viel. Brot hatte ich eine Weile mal in Verdacht, das hat sich dann aber wieder zerschlagen – kann auch sein dass das war, weil ich viele Brotsorten nicht vertrage (grade auch Vollkornbrot) – jetzt aber eine Backmischung gefunden hab, die ich gut vertrage und auch mag.

  3. wortsucherin sagt:

    Ja, das mit dem Trinken hab ich gelesen, also, dass es nicht gut geht meine ich. Lach nicht, ich hab eine ganze Weile meine Getränke gelöffelt, einfach um wegzubekommen, dass es trinken ist.

    Die Sache mit den Lebensmitteln hab ich ausprobiert und geschaut, was wann passiert, bin auch immernoch dabei, weil ich einiges immernoch nicht ganz sicher raushabe.

  4. Ilana sagt:

    oh das mit dem Löffeln kenn ich, oder aus Suppenschalen essen/trinken (Kaltschalen) oder mit Strohhalm (geht gaaaaaaar nicht – da geht nur der Milchshake) oder gefrieren und dann als Eis usw usf. Da bin ich ja auch immer noch bei.

    Das mit den Lebensmitteln werde ich mal schauen – aktuell notier ich ja eh was ich esse – da kann man das vielleicht dann auch sehen – danke für den Tip

  5. psychoMUELL sagt:

    Würde es dir sehr viel ausmachen, wenn du mal einige Wochen wenig bis nichts abnimmst? Das kann doch auch passieren. Vielleicht geht es dann ja wieder weiter runter.
    Wie viel willst du denn an Gewicht verlieren und in welchem Zeitraum?

  6. Ilana sagt:

    Anvisiert sind 10 Kilo im Jahr – ich bin ja schon seit ca 2 Jahren dabei und seit Monaten (Dezember 2010) tut sich eben nicht mehr viel – außer den üblichen plus minus 2 Kilo Schwankungen innerhalb von einigen Wochen, die teilweise auch auf Wassereinlagerungen zurückzuführen sind die eines meiner Medikamente auslöst.

    Es ist einfach frustrierend wenn man wirklich Monate durchhält und alles mögliche versucht und nichts passiert. Dazu kommt, dass mein Übergewicht gesundheitliche Probleme mit sich bringt – und schon aus diesen Gründen dringend was runter muss.

    Da aber das Essen bei mir nie die Ursache war für die Gewichtszunahme – ist das natürlich auch schwierig.

    Trotzdem will ich da nicht aufgeben – frustrierend ist es trotzdem.

    Von daher – nein es würde mir nichts ausmachen wenn es um einige Wochen ginge (die plane ich sogar gezielt mit ein), aber leider handelt es sich nicht nur um einige Wochen.

  7. psychoMUELL sagt:

    Die Medis können es nicht sein?

  8. Ilana sagt:

    doch die Medikamente spielen eine Rolle – sogar mehrere davon – aber die kann ich nicht absetzen bzw eines (oder zwei) erst wenn ich deutlich an Gewicht verloren hab – das ändert aber nichts daran dass was passieren muss, da es sich dabei (bis auf das eine, das ein Schmerzmedikament ist) um Medikamente handelt die lebenslang eingenommen werden müssen (also keines aus der „Psychoecke“ – da könnte man ja auf absetzen hinarbeiten)

    Die Medikamente machen es nur deutlich schwerer, aber nicht unmöglich

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