Thera heute

Der Wiedereinstieg. So wars geplant.

Und ich glaube wir sind auch wieder eingestiegen, wenn auch anders als gedacht.

Es sollte um das letzte halbe Jahr gehen – um die Gefühle, das Zulassen – wieder raus aus dem „Funktionieren“, hin zum hinspüren, wahrnehmen, mich wieder spüren.

Doch mit der Brechstange geht gar nichts – es ist einfach Angst da – vor den Gefühlen, der Intensität – und irgendwann war auch das Bild einer Art „Vase“ – die völlig in Scherben lag und grade eine handvoll wieder zusammengeklebt waren – und wie das wieder alles zusammenbricht wenn ich da jetzt weiter Druck mache.

Vor einem halben Jahr lag ich in Scherben. Einige davon sind nur noch Brösel – und es ging erstmal darum irgendwie zu überleben, die Zeit zu überstehen – und so fügten sich Scherben zusammen um das Funktionieren zu ermöglichen.

Es war wichtig und gut in dieser Zeit, aber es ist nicht der Weg mit dem ich mich wieder „zusammensetzen“ möchte und sollte.

Doch das Funktionieren jetzt einfach wieder wegzubrechen ohne dass was anderes da ist – bleiben wieder nur Scherben – das ist ja nicht das Ziel.

Wir brauchen also Geduld und Zeit.

Diese Angst auch ernst nehmen, wahrnehmen, ist ja auch ein Gefühl – und im Moment auch nicht grade unberechtigt.

Mit dieser Erkenntnis kehrte dann auch Ruhe ein in mir – es ist ok so wie es ist – ich habe die Zeit, wir haben die Zeit – es geht um achtsames damit umgehen – das Funktionieren nach und nach stückchenweise abzubauen und gleichzeitig wieder mehr „ich“ aufzubauen, zusammenzufügen.

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