Welt aussperren

Das mit den genehmigten Therastunden ist grad eher Nebenschauplatz – Hauptschauplatz ist dass ich nicht weiß ob ich nächsten Monat überhaupt noch zur Thera, Tischlerei und Physio kann oder ob alles wegfällt, dann fällt auch das Schwimmen weg, eigentlich alles was „außer Haus“ ist.

Vielleicht aber auch nicht – hängt dann davon ab ob der MDK rechtzeitig entscheidet und wie er entscheidet und überhaupt.

Ich kann mit all diesen Unsicherheiten nicht umgehen – es geht um mein Leben, meinen Alltag, aber auch darum wie es weitergehen soll und kann.

Es ist aktuell kein therapeut. Setting möglich dass eine Traumaaufarbeitung möglich macht. Wir haben da heute alles mögliche durchdacht und der Ersatzthera ist da derjenige der über versch. Ansätze bescheid weiß und forscht. Wenn selbst ihm nichts mehr einfällt.

Es geht darum dass ich das was meine Mutter mir angetan hat nicht aufarbeiten kann – nicht so wie ich es beim Vater gemacht hab, ich werd es nicht hinter mir lassen können, kann nur schauen wie ich weiter damit umgehe – mit den Einschränkungen die das ganze mit sich bringt.

Das frustet – das war nie mein Ziel – es nur aushalten – im Gegenteil – es ging immer darum eben NICHT auszuhalten sondern was zu ändern, dran zu arbeiten, an mir zu arbeiten.

Doch dazu braucht es ein bestimmtes Setting – und das Schlimme ist – würde die Kasse die Therastunden nicht so beschränken (ich red nichtmal von unbeschränkt, aber zumindst die Möglichkeit von Jahr zu Jahr zu verlängern – wenn denn noch Bedarf ist und nicht irgendwann zu sagen: Pech gehabt, gibts nicht mehr) – wäre das Setting vorhanden.

Aber dies Beschränkung gibt es – und die bremst aus – auch wenn ich noch viele Stunden über habe – es sind nicht genug – um ein Fass aufzumachen, dass erstmal alles überschwemmen wird – ich brauche mehr als dieses Jahr um dann wieder fest auf dem Boden zu stehen um die 2-jährige Sperre zu überstehen.

Doch ich rede von der 2-jährigen Sperre die in einem halben Jahr oder Jahr kommt und weiß nicht mal ob ich nächsten Monat noch zur Thera kann – weil das zu nah ist, weil es mich durchdrehen lässt und ich hab grad keinen Boden mehr unter den Füßen.

Ich kämpfe grade um mein Leben – um mich – gegen Widersacher, Täterintrojekte, Geister und Dämonen – ausgelöst durch Ämter.

Kämpfe darum nicht unterzugehen in der Ohnmacht und dem Ausgeliefertsein.

Und deshalb: Welt aussperren, nur die Katzen und ich, die Galiamelone und Ovomaltine, vielleicht später etwas Eis, aber vermutlich eher was anderes, herzhaftes. Ein Buch und später eine Schlaftablette in der Hoffnung dann irgendwann im Schlaf zur Ruhe zu kommen.

Morgen dann zu meinem Arzt – und es wird unter anderem auch um Medikamente gehen.

Ein gutes halbes Jahr hab ich gekämpft dagegen  – doch jetzt ist der Punkt erreicht.

Ob diese Leute wissen was sie anrichten mit solchen Anfragen und kurzen Fristen?

Es muss sich keiner Sorgen machen  – ich bin weder suizidal noch sonst irgendwie gefährdet, bin außerdem im Kontakt mit dem Vertretungsthera – und Rückzug ist für mich immer eher gut und wichtig – um zu mir zu finden, mich auf mich (und meine Stärken) zu konzentrieren und wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Einträge wird es wohl trotzdem geben – weil Schreiben oft ein Ventil ist – und auch die Möglichkeit die Ängste und Sorgen, Wut und Verzweiflung los zu werden. Wenn sie dann da stehen, sind sie zumindest für kurze Zeit weniger in mir .

Krisen sind da um gemeister zu werden – oder wie war das?

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