heute

Am Tauschtag einen schönen Tatonka-Rucksack, zwei Holz-Klappstühle (leider zu Hause erst gemerkt, dass einer defekt) und eine schöne blaue Schale ergattert.

Dann fast vier Stunden den einen Holzstuhl abgeschliffen (zähl ich als Sporteinheit – denn ich bin grad körperlich total alle), das restliche Blut der Piratenkatze aufgewischt (ja da schreib ich gleich was zu) und jetzt kann ich mich kaum noch rühren und mir ist kalt, aber ich fühl mich gut.

Auch wenn ich körperlich grad echt im A… bin, das mit dem Schleifen war doch etwas viel und so bin ich schmerztechnisch grad eher am Limit, fühl ich mich psychisch heute gut.

So stand ich schon auf und war da echt froh drüber, denn nach dem gestrigen Tag hatte ich das nicht erwartet.

15 Min bevor ich zum Tauschtag los wollte, wollte ich das Fenster zumachen, die Piratenkatze war kurz vorher nach Hause gekommen, sah etwas zerzaust aus, aber ich sah sie nur aus dem Augenwinkel. Doch beim Fenster zumachen sah ich, dass die Katzenklappe voller Blut war – also etwas hektisch nach der Katze gesucht und nicht gefunden, dafür aber sowohl im Wohn- als auch im Schlafzimmer jede Menge Blutstropfen, die meisten ganz klein, doch nicht wenige waren auch so richtig groß.

Die kleine Maus lief irgendwie irritiert herum – und ich dachte schon das schlimmste. Irgendwann fand ich die Piratenkatze unterm Bett, sie kam dann auch an und sie sah echt gruselig aus – weil ihr Hals voller Blut war (sieht auf weißem Fell auch heftig aus). Im Endeffekt war es das Ohr – von dem es immer noch tropfte (und diese feinen Tröpfchen kamen vom Schütteln des Kopfes) – ein kleiner Riss an der Ohrkante (wobei den Riss sah und seh ich nicht, nur das Blut und jetzt halt Blut verkrustet).

Erstmal Katze durchtasten – aber sie schien sonst ok – sonst wär ich statt zum Tauschtag gleich zum Tierarzt.

Weniger lustig sind Bluttröpfchen auf der Tapete und in der ganzen Wohnung verteilt – weshalb ich eben vorhin noch ein zweites Mal wischen musste (und Bett muss ich auch noch beziehen).

So eine blutende Katze lässt den Adrenalinspiegel schon ganz gewaltig nach oben schnellen. Süß war die kleine Maus die unbedingt an der Piratenkatze schnuppern wollte und ihr dann übers Näschen schlecken, im letzten Moment dann aber doch lieber davon Abstand nahm – aber sie war deutlich aufgeregter als die Piratenkatze.

Dafür findet die kleine Maus die blaue Schale toll (zum reinsetzen) und den Stuhl (zum anknabbern).

Auf dem Tauschtag hab ich die ehemalige Freundin getroffen, wo ich letztes Jahr den Kontakt abbrach – und sie auch angesprochen und wir haben uns sehr nett und unverkrampft unterhalten – ich hab mich gefreut sie zu sehen (und freue mich darüber, dass ich mich da auch drüber freuen kann) und hatte auch bei ihr das Gefühl es ist gut so wie es ist. Es war die richtige Entscheidung.

Und damit die Stimmung gut bleibt, werde ich jetzt dann hier das Wärmeunterbett anmachen, mir eine warme Ovomaltine brauen und dann ins Bett gehen und lesen.

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