Betreuung

Erstmal den gestrigen Tag aufarbeiten.

F. kann es nicht übernehmen, da er auch nicht einen festen Tag in der Woche zusagen möchte und kann – da das aber zumindest für den Wohnungstermin unumgänglich ist, er auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht zusagen kann, würde das einfach nicht gutgehen. Das sieht auch er so und somit hat sich das erstmal wieder erledigt.

Ich merke für mich dass ich völlig verunsichert bin, erwarte ich zu viel, was sind jetzt eigentlich meinen Ansprüche – stelle ich nur keine mehr, weil ich eh schon das Gefühl habe es sind zu viele obwohl für mich weiteres ach wichtig wäre oder was ist für mich wichtig, was unumgänglich und was wäre einfach nur gut, weil halt sonst schwieriger usw.

Von daher werde ich am Donnerstag genau das in der Thera aufstellen – das was ich mir wünsche, was ich brauche, was gut wäre, was besonders wichtig – um einfach mal zu schauen was gehört in welche Kategorie, für was gäbe es Alternativen usw.

Damit ich wieder sicherer werde, was für mich jetzt wirklich wichtig ist und weg komme von dem „darf ich doch gar nicht sagen, das das wichtig wäre, weil die Ansprüche sind eh schon zu hoch“.

W. will jetzt nochmal in seinem Freundes- und Bekanntenkreis rumfragen, da wären wohl welche die mal überlegt hatten in das „Betreuungsgeschäft“ einzusteigen – ob da evt jemand sich das vorstellen könnte – denn Unerfahrenheit wäre für mich jetzt nicht so das Problem (war W. damals auch) – und die hätten dann ja noch W. um da gegebenenfalls mal was nachzufragen oder ähnliches.

Drückt da doch mal bitte die Daumen dass sich jemand findet, mit dem ich auch wirklich arbeiten kann.

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2 Kommentare zu Betreuung

  1. monisha sagt:

    Hallo Ilana! Du mußt Dich mit Betreuer, Zeit usw. wohlfühlen, um ein Mitglied der Gemeinschaft bleiben zu können und ich finde, da kann man seine Ansprüche gar nicht hoch genug setzen. Was nützt es, wenn Du einiges von Deiner Liste streichst, nur weil die vom Amt oder was auch immer sich darüber mokieren? Es nützt keinem was, denn alles was nicht konform mit Deinen Ansprüchen läuft, bedeutet für Dich wieder mehr Streß, was dann wahrscheinlich wieder darauf hinaus läuft, daß Du mehr Betreuungszeit brauchst usw. Es ist echt ein Teufelskreis. Außerdem bist Du ein menschliches Wesen, bei dem man die Betreuungszeit eben FLEXIBEL setzen muß und kein Büro, daß pünktlich von 9.00 – 12.00 Uhr geöffnet hat!

    Wir haben die letzten Monate auch einige Kämpfe austragen müßen, damit wir dahin kamen, wo wir jetzt sind. Alleine hätte ich das, neben Kindern und Krankheit, gar nicht gepackt und bin froh, daß ich einen Onkel an meiner Seite habe, der sich für mich mit den Ämtern anlegt. Denn anlegen mußte er sich sehr viel, sonst hätten wir nämlich trotz des schweren Falls gar nichts bekommen.
    Mein Onkel hat öfter als einmal den Kopf geschüttelt und gemeint, daß es sowas doch gar nicht geben könnte in einem Sozialstaat!

    Ich wünsch Dir auf alle Fälle viel Erfolg und drücke Dir ganz feste die Däumchen! LG monisha

  2. Ilana sagt:

    @monisha: es ist im Moment gar nicht das Amt (das macht nur immer bei der Verlängerung Stress), sondern der Betreuungsverein – also eigentlich die, die es wissen sollten.

    Aber wenn man sagt was man braucht, finden das die „guten“ in dem Job klasse, weil sie sich besser drauf einstellen können und man auch weiter kommt – und die, die da mehr theoretisch dabei sind (sind ja die meisten Koordinatoren), sehen das dann anders.

    Das Problem aktuell ist, dass der Koordinator nicht nur einen sehr sehr schlechten Ruf hat, sondern dem leider auch gerecht wird (wenn die eigenen Mitarbeiter schon raten woanders hinzugehen ist das echt bitter). Leider hab ich aber nicht so viel Auswahl was Betreuungsvereine angeht.

    Ohne meinen Betreuer W. wäre das mehr als übel – der hängt sich da wirklich rein und kümmert sich drum, außerdem wird der Ersatzthera, der im selben Krankenhaus arbeitet sich da jetzt auch einschalten und etwas Druck machen.

    Das Problem ist bekannt, scheint aber die „oberen“ nicht zu interessieren, obwohl sie deshalb schon sehr viele Klienten und auch Betreuer verloren haben.

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