dies und das

Grade erstmal die Blogs nachgelesen, naja die, die ich sonst eigentlich jeden Tag lese.  Denn irgendwie kam ich die letzten Tage nicht zu.

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Überhaupt  hab ich das Gefühl ich komm grad zu nichts. Dabei fühl ich mich nicht gestresst – die Ruhe tut mir gut – aber ich komm halt zu nichts.

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Trotzdem ist eine gewisse Ruhe in mir. Immer noch ein „in den Tag hinein leben“, aber der Fluss ist grad etwas ruhiger. Naja – eigentlich nicht – die Stromschnellen sind nach wie vor da, aber es gelingt grad eher in einem sicheren Abstand zu bleiben – und durchzuatmen.

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Das Wohnzimmer geht, der Rest der Wohnung ist eine einzige Katastrophe – vor allem Bad und Küche – und allein das Betreten diese beiden Räume macht Druck – es gelingt mir kaum allein das drin aufhalten auszuhalten – geschweige denn da für ein bisschen Ordnung zu sorgen.  Versuche da was zu machen lösen dann ganz massiven Druck aus, der die Gefahr, dass es in selbstschädigendes Verhalten kippt, sehr deutlich macht.

So massiv war es schon sehr sehr lange nicht mehr und irgendwie macht das schon grad deutlich, dass die Betreuungssituation für mich eine große Belastung ist.

Morgen haben wir einen langen Termin ausgemacht – um eben wieder Grund in die Wohnung zu kriegen – bzw eben in  Küche und Bad – die anderen beiden Räume sind im Rahmen.  So dringend nötig dieser Termin ist, macht er mir doch Angst – denn ich weiß, dass es zuviel sein wird.

Trotzdem wird er stattfinden – einfach weil dieses „zuviel“ auf lange Sicht das kleinere Übel sein wird – die Chance dann die Ordnung wieder einigermaßen halten zu können ist deutlich größer als das jetzt noch irgendwie alleine hinzukriegen. Und irgendwie muss ich ja was essen oder mal duschen oder so.

Vermutlich ist es gar nicht so viel – aber dadurch dass diese beiden Räume so extrem klein sind – sieht es schnell aus und ist schwierig, die Sachen eben mal zur Seite zu stellen um irgendwo anfangen zu können.

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Heute wird der Sohn einer Freundin getauft – und ich freu mich darüber. Auch wenn es nur eine „pro-forma-Taufe“ ist, da sie nicht gläubig – freut es mich sehr. Denn ich mag die beiden. Das mag egoistisch sein, weil für mich der Glaube und die Taufe wichtig ist – aber ich freu mich.

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Zur Zeit verbringe ich viel Zeit damit einen Kratzbaum zu planen. Denn das wird eines der nächsten Projekte in der Tischlerei für mich sein. Trotzdem werde ich wohl einen Ersatzstamm für den aktuellen kaufen, denn ich fürchte das dauert doch noch ein paar Monate bis der neue dann auch fertig ist – zumal ich erst in einigen Wochen anfangen kann (sowohl finanziell – ich muss ja das Material kaufen, als auch organisatorisch, da ich erstmal die Grillzangen fertig machen sollte).

Da ich so gar keine Ahnung habe wie man Pläne zeichnet – ist das ein eher – lustiges – Unterfangen.  Weiß einer ein einfach zu bedienendes Programm für sowas? Google SketchUp – da krieg ich zwar Säulen hin, aber irgendwie kann ich dann auf die keine Platte legen – und da drauf dann weitere Säulen oder so – von daher wäre ein „einfacheres“ klasse gg.

Es geht um ein Programm auf das ich Platten in best. Größe (und nach Möglichkeit auch Form) und Säulen in best. Höhe und Durchmesser individuell verbinden kann – so dass sie keine feste Verbindung eingehen und einzeln verschieb- und veränderbar sind. Achja – und ich komme mit Grafikprogrammen (auch Bildbearbeitungsprogrammen) bisher nicht wirklich klar – von daher sollte es wirklich ein einfaches/idiotensicheres sein.

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Im Moment sind die Umstände sicher alles andere als gut und ja sie sind auch belastend und sehr einschränkend, aber trotz der Umstände, finde ich dass es mir grad ganz gut geht. Natürlich wünschte ich es mir besser, vieles anderes und mit mehr Möglichkeiten, aber es ist im Moment wie es ist – und dafür fühl ich mich ganz gut – und das macht mich grad auch zufrieden mit dem „jetzt“. Ich bin froh darüber, dass ich trotz dem Chaos ringsum für mich eine Art Ruhe und inneren Frieden gefunden hab – und sei es nur für den Moment.

Hat wohl was von der „radikalen Akzeptanz“. Das sehe ich für mich schon auch als einen Erfolg – etwas was ich erreicht habe – und das ist ein gutes Gefühl.

 

 

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