Veränderungen

Die letzten Tage fiel mir immer wieder auf, dass sich das, was dann was auslöst in mir – verändert hat.
Es sind nicht mehr die schlimmen Dinge die ich sehe – im Fernsehen oder so – sondern es ist das Umgehen damit.

Wenn dann Freunde da sind, die auffangen, die sich bemühen, die mit Verständnis reagieren, aber auch mal mit Initiative zeigen, ja sogar wenn sie dann was Falsches machen in der eigenen Verzweiflung oder so.

Das triggert dann – erinnert an mein eigenes allein sein, dass da eben niemand ist, dass es niemanden gibt, der einfach mal in den Arm nimmt oder ähnliches.

Niemanden von dem ich das auch annehmen könnte, denn das würde ja bedeuten jemanden auch nahe an mich ranzulassen, Verletzlichkeit zu zeigen.

Lange war das zumindest „fachlich“ abgedeckt – dass ich mit den Dingen und Themen in die Thera konnte oder ich Begleitung für best. Termine habe. Aber das ist nicht das Gleiche (abgesehen davon dass das ja auch nicht mehr gegeben ist).

Dieses allein sein, einsam sein, niemanden haben, ganz auf mich allein gestellt – das tut weh. Und dass sich das ändert – dass ist durch die Thera-Situation irgendwie wieder sehr weit in die Ferne (um nicht zu sagen ins Unerreichbare) gerutscht.

Kein gutes Gefühl. Eines dass mich aushebelt – weil ich auch keine Möglichkeit sehe daran was zu ändern. Denn dazu müsste ich erst die Vergangenheit hinter mir lassen können – und daran arbeiten können. Doch allein schaff ich das nicht – dazu brauch ich die Thera – funktionierend, ohne den Druck der Kassen, dem Zeitlimit, in einem sicheren Raum, in dem Vertrauen aufbaubar ist.

Ich bin allein. Und manchmal wünschte ich mir dass ich das alles nicht allein tragen müsste, es eine Schulter zum anlehnen und ausheulen gäbe, Arme die mich halten und so viel Vertrautheit, dass ich das auch annehmen könnte.

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