thera heute

Wir konnten es weitestgehend klären.

Es ist eine Art „zusammenraufen“ – uns war beiden klar dass das sehr schwierig werden wird.

Eine Frage ist noch offen – die klären wir am Di, denn die hab ich ihm eben erst per mail gestellt.

Allein dass wir das klären können – zeigt dass wir durchaus Potential haben.

Erschwert wird das durch das Gefühlsmischmasch das teilweise mit ihm zu tun hat (die Zeit als das so kritisch wurde) als auch mit meiner Kindheit – und egal wie sehr man das im Kopf getrennt bekommt – den Gefühlen ist das wie und warum egal – die mischen da querbeet.

Für mich ist es aber schwierig zu merken, dass ich da unfair werde oder auch dann diese Gefühle zuzulassen – vor allem wenn es um das verletzt fühlen im Stich gelassen fühlen geht das mit ihm zu tun hat. Da kommt natürlich verstärkt die Angst dass es wieder passiert – und die Widersacher feiern ein Fest.

Denn die stürzen sich ja grade auf jede noch so kleine Unebenheit in einer Aussage – oder Lücke, weil etwas nicht explizit gesagt wurde.

Das zu wissen erschwert es mich dann mit ihm auseinanderzusetzen.

Dass wir das dann dennoch hinkriegen es weitestgehend zu klären – zeigt mir dass wir durchaus eine Chance haben.

Auch wenn die Umstände äußerst schwierig sind.

Die Antwort vom nächsten Di – die wird nochmal entscheidend werden.

Denn das Ganze bedarf ja nicht nur eines Einlassens von meiner Seite, sondern auch von seiner – und das ist grundlegend geklärt – auch die Grenzen sind weitestgehend klar.

Ich hab das Bild des Kletterns im Kopf – er ist derjenige der sichert – und bei schwierigen, komplexen oder „gefährlichen“ Abschnitten – brauche ich seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit – um nicht abzustürzen. Gehen muss ich selbst, den Weg suchen auch – wobei der „Sicherer“ da gerne Tips geben darf.

Aber ich muss mich drauf verlassen können dass er dann bereit ist – im Falle eines Falles nicht überrascht wird oder das Seil nicht richtig in der Hand hat.

Da reicht kein wollen – da geht es auch ums einlassen können – ein Fünjähriger mag sichern wollen, es aber körperlich nicht können, jemand mit gebrochener Hand mag wollen, aber wegen der Hand eben nicht können – dann geht das eben nicht.

Hier brauch ich ein ganz klares und uneingeschränktes „ja“ für diesen Abschnitt – die nächsten 10 Min oder ähnliches – egal ob draußen ein Bläserquartett zu spielen anfängt oder irgendwelche Horden grölen. Klar kann trotzdem was sein dass uns das abbrechen lassen muss – ein Feuer oder was auch immer – aber beim Klettern kann auch das Seil reißen.

Solche Ausnahmen mein ich aber nicht – alles andere kann man klären. Es geht auch nicht darum dass dann das durchgezogen werden muss – aber wenn dann halt eine Störung auftritt, die die Konzentration stört, muss so viel verantwortungsbewusstes Umgehen mit da sein, dass dann nicht einfach losgelassen und abgebrochen wird, sondern erst geguckt, dass der der klettert wieder sicher an der Wand steht.

Es ist ein miteinander – und ein aufeinander verlassen können.

Das müssen wir noch ganz explizit besprechen – vor allem das können. Denn ich weiß selbst dass die Umstände schwierig sind.

Doch wenn wir mit BLS arbeiten – muss ich für diese begrenzte Zeit sicher sein können, dass er als Thera da ist – und nicht von jetzt auf gleich aussteigt und mich hängen lässt.

Mal sehen was er am Di dazu sagen wird.

Im Moment ist er ja so ein bisschen auf den Trip sich nicht festzulegen – aus Angst dass ich ihn dann festnagel auf alle Ewigkeit.

Und natürlich ist da Angst – mich einzulassen – Angst ihm wieder zu vertrauen, mich auf ihn zu verlassen und dann ist er wieder weg – denn der Preis war im Jänner da schon extrem hoch und ich weiß nicht ob ich das nochmal kann.

Deshalb brauch ich dieses absolute Minimum an Sicherheit, Zusage, dass er dann da ist – nach besten Wissen und Gewissen und Möglichkeiten – seine Grenzen dabei achtend, aber als Therapeut auch der, der diese Situation dann steuert.

Und wenn was aufkommt das ein weitermachen unmöglich macht auch der, der das ganze verantwortungsvoll beendet und „zudeckt“. Wie ein Chirurg bei einer Bauchop – wenn dann die Decke runterkracht wird er auch wenigstens irgendwas über die Wunde schmeißen (ja zu viel ER gesehen – die letzte Staffel hatte ich aufgenommen aber erst am WE gesehen – dabei kracht da gar keine Decke).

Dieser Beitrag wurde unter Therakrise, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.