wie geht es mir

Seit Stunden kreise ich um diese Frage.

Körperlich – könnte es sehr viel besser sein, aber es ist auch nicht mehr so schlimm wie Anfang der Woche. Psychisch – eigentlich doch soweit ganz gut – die meiste Zeit des Tages komm ich sehr gut klar, keine Flashbacks oder sonstiges.

Aber da ist auch eine Frage – und die lässt mich zweifeln – ob ich mir da grad was vormache.

Denn fühlen – tu ich auch nicht wirklich.

Andererseits kann ich mich schon freuen oder so.

Ich frag mich ob das Fühlen generell möglich ist – ich habe nie wirklich geliebt, mich nie wirklich an jemanden gebunden, mich nie so auf jemanden eingelassen, dass es wirklich weh tut wenn derjenige dann weg ist.

Und ich glaube dass ich das auch nicht kann.

Schon als Kind hab ich zu meiner Mutter gesagt, dass sie sich dann doch umbringen soll (als Antwort auf ihre Drohung dass sie sich umbringt – und ich hab das ernst gemeint), meine Geschwister fehlen mir nicht, auch wenn ich an den Jüngsten schon oft denken muss.

Die ersten Jahre hab ich ihn quasi aufgezogen und er fehlte mir, aber weh tut es nicht.

Ich frag mich, ob ich überhaupt fühlen kann – so wirklich – nicht nur oberflächlich.

Ja manche Dinge tun weh, aber die haben meist mit mir zu tun, mit Sehnsüchten, mit Dingen und Menschen die fehlen, aber nicht weil die wegfielen, sondern weil es sie nie gab.

Nicht zu fühlen – ist ein gewaltiger Schutz. Doch ich frage mich, ob es sein kann, dass es mehr ist als Schutz – dass ich einfach gar nicht in der Lage bin einfach nur zu fühlen.

Ich kenne es nicht dass mich ein Gefühl so sehr überschwemmt, dass das Denken nicht mehr möglich ist, oder das analysieren oder sortieren oder eben auch die Gedanken/Stimmen da sind die sagen was ich jetzt tun soll um da wieder raus zu kommen.

Und meist – fühl ich grade bei dieser Itensität das Gefühl nicht mehr – ich weiß es ist da, les es an Körperreaktionen ab usw – aber fühle es nicht.

So kann ich eine Panikattacke haben und die Angst nicht fühlen.

Das ist nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.

Hat den Vorteil, dass eben das Denken immer möglich ist und somit auch das suchen nach einem Weg.

Aber ich frage mich, ob ich wirklich fühlen kann – und ob ich mich überhaupt auf jemanden so sehr einlassen könnte. Ob das wirklich „nur“ Ängste und die Erfahrungen sind, die mich da hindern und das eben nicht möglich machen, oder ob ich dazu einfach gar nicht in der Lage wäre.

Vielleicht vermische ich auch grad zwei Dinge – das fühlen an sich und das einlassen auf eine Beziehung (jeglicher Art) – ich weiß es nicht.

Aber bisher gab es in meinem Leben niemanden, den ich wirklich vermisse – und das liegt nicht daran dass es niemanden gab der das „wert“ war oder der wichtig für mich war – denn solche gab es, nicht mal wenige.

Und natürlich frag ich mich, warum diese Frage grade so wichtig für mich ist.

Es geht mir nicht schlecht – auch nicht während ich mich das frage – ich bin innerlich ruhig und fast friedlich, ich weiß nur grad nicht ob das eine gute, positive Ruhe ist – oder eben eher nicht.

Vielleicht ist das auch grad gar nicht so wichtig.

Die Sonne scheint, die Vögel singen, es ist ein schöner Tag.

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