Thera heute

Hoffnung.

In den Mails war ich sehr offen, hab ihm auch gesagt, dass er von mir etwas erwartet und will, was ich nicht geben kann (und das er das eigentlich wissen sollte, da er die Umstände ja kennt) und dass er so sehr von seinem Weg überzeugt ist, dass er mich dabei nicht mehr sieht.

Aber ich habe auch indirekt „Bedinungen“ gestellt – nämlich dass wir erstmal klären müssen wo wir stehen – beide – und dann eben auch – ob wir ein miteinander finden können.

Das geht nur wenn beide mitziehen.

Dazu gehört Offenheit – und auch dass wir uns den Fragen des anderen stellen.

Es fiel mir schwer da auch so direkt zu sein – doch es war gut.

Er hat heute zum ersten Mal klar gesagt, dass er sich verändert hat und das nicht einfach so ist – sondern die Auswirkungen für mich eher katastrophale sind – und dass es ihm leid tut, das das so kam und nicht in kleineren Schritten.

Und er hat heute auch ein Thema auf gebracht, das für Ihn ein Problem darstellt (in userem „Miteinander“ – es ging um den Therapieantrag und dass es damit Probleme gibt und er ja weiß, dass der Antrag an sich für mich schon ein Trigger ist und ich eigentlich nichts davon wissen wollte – und es deshalb zu eine Art „Tabu“ wurde – er das aber mit mir besprechen wollte). Ich mag das Thema nicht, aber es ist wichtig dass er es gesagt hat, weil es einige Zusammenhänge für mich jetzt sehr viel klarer macht (und vor allem glaube ich, dass wir das auch klären konnten – und das war gar nicht so das Drama)

Wir haben jetzt erstmal die formalen Dinge geklärt – wann die Termine sein werden, wie lange die sind und wie er sie abrechnen wird – und dass wir uns die nächsten Wochen eben den Fragen stellen werden, die noch im Raum stehen.

Wir haben versucht zu klären um was es beim EMDR geht – und zwar sowohl was es für mich bedeutet und auch wo das für ihn problematisch wird – und dass es für ihn rausfällt, weil er nicht weiß wie wir das aktuell handhaben könnten, da sich da für ihn was verändert hat. Das erklärt warum ich da nie eine Antwort bekam – er weiß es einfach nicht.

Doch das ist ok – denn wenigstens weiß ich jetzt wo wir da stehen – und wenn er es nicht weiß – können wir gemeinsam schauen was wir draus machen.

Mir ist ein „weiß ich nicht“ lieber als gar keine Antwort, denn da weiß ich dann nicht ober es nur nicht weiß oder einfach nicht sagen will oder nicht versteht was ich mit der Frage eigentlich meine.

Es geht um Klarheit und Offenheit – recht schonungslose Offenheit.

Heute hatte ich das Gefühl dass wir zwar immer noch auf versch. Planeten sind, aber von beiden Seiten ein „aufeinander zu“ stattfand.

Wir schaffen das nicht in ein oder zwei Terminen, wir brauchen Zeit dafür. Es ist eine Bestandsaufnahme und ein „sich stellen“, aber auch ein sagen, was man erwartet oder erhofft oder braucht. Und wir müssen eine Menge klären, denn es steht auch viel zwischen uns – und manches davon haben wir selbst verschuldet – da gilt es – dazu zu stehen, dem anderen zuzugestehen, dass er verletzt ist oder sauer oder was auch immer.

Es ist schwierig, tut weh und ist sehr anstrengend – aber es hinterlässt das Gefühl von „die richtige Richtung.

Das macht mir Hoffnung.

Dieser Beitrag wurde unter Therakrise, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.