Thera – Plan

Für mich sind viele Fragen offen – und im Prinzip geht es um drei Bereiche:

1. das was passiert ist, dass was sich verändert hat – ist für mich immer noch nicht klar – und so wirklich weiß ich auch nicht wo der Thera da genau steht – da sind noch Dinge zu klären

2. wie es weitergehen soll, wie wir damit umgehen dass es jetzt eben so ist wie es ist und wie wir einen neuen Anfang finden – dazu gehört für mich auch: wie wollen wir es anfangen für mich einen „neuen“ Raum zu schaffen, in dem Gefühle auch zulassbar werden – da fehlen noch Basisinformationen und auch Infos zu den neuen „Ideen/Vorstellungen“ die der Thera da hat – ich muss mir das erstmal in der Theorie vorstellen können. Im Moment ist es so, dass mein Gefühl sagt, dass der „neue“ Weg nicht der ist, den ich brauche oder der mir gut tut. Nicht weil das Ganze nicht passt, sondern weil ich an einem ganz anderen Punkt stehe – und der „neue“ Weg, den sich der Thera vorstellt – für mich – noch – nicht umsetzbar ist. Deshalb muss es hier auch darum gehen wie wir da wieder zusammenkommen, was wir machen oder tun können, damit ich dahin komme das es möglich wird – ohne dass ich mich dabei verbiegen muss.

Es ist nicht klar ob wir das hinbekommen – im Moment fehlt da die Basis.

3. die Verletzung, das fehlende Vertrauen, das nicht einlassen können – das von dem ganzen „praktischen“ – also dem „wie setzen wir das um“ weggeht und mehr in das „was löst es in mir aus“ reicht –  ohne dass wir da sozusagen 1. geklärt kriegen fehlt die Basis um Vertrauen für 2. zu schaffen

Mein Vorschlag den ich ihm teilweise schon per mail geschrieben habe ist:

Bevor wir uns um einen „Neuanfang“ – in die neue Richtung bewegen, müssen wir erstmal an einen Punkt kommen, dass wir nicht mehr auf unterschiedlichen Planeten sind – sondern beide wenigstens wissen wo der andere steht.

Wir müssen erst versuchen uns wieder anzunähern, bevor wir uns um irgendwelche Themen kümmern können.

Ich schaffe es im Moment nicht das direkt im Gespräch zu machen, weil ich auf Fragen was ich bräuchte oder so – nicht antworten kann – obwohl für mich die Antwort klar ist. Denn da spielt dann 3. rein – es tut weh, dass ich es nicht erklären kann, dass vieles was für mich so klar war dass er es auch weiß – eben nicht klar ist – und das Gefühl des „im Stich gelassen“ – lässt mir vieles was er sagt wie Hohn vorkommen. Weil ich nicht das Gefühl habe, dass er wirklich hinschaut wo ich stehe.

Hier liegt es aber an mir da dran zu bleiben – egal ob ich ihn damit nerve oder nicht – mich einfach zu verbiegen – würde uns nur noch weiter entfernen – außerdem glaube ich nicht, dass es in seinem Sinne wäre (und in meinem sowieso nicht).

Ich kann dann nichts sagen – aber ich kann es ihm mailen, ich kann es aufschreiben, wenn er dann nicht mehr da ist – und auch wenn es mir schwer fällt und das schlechte Gewissen einsetzt – finde ich das vom Kopf her wichtig – denn nur so kann er erfahren, dass etwas für mich eben nicht geht oder passt oder weh tut oder was auch immer.

Die Gefühlsebene (also 3.) werd ich irgendwann auch mit ihm klären müssen, doch dazu müssen die Fragen erstmal geklärt werden – denn solange wir nicht wissen wo der andere steht – können wir das nicht – weil das was er sagt gar nicht ankommt – ich weiß ja nicht von wo es kommt. Ich hab genug damit zu tun meine eigenen Widersacher zu entdecken und zu orten – es vermischt sich zu sehr.

Deshalb geht es darum das erst sortiert zu bekommen – und dazu müssen wir erst die Fragen klären, weil er da auch Stellung beziehen muss – das ist deshalb wichtig, weil sich seine Sicht verändert hat und ich ihn auch wieder als klares Gegenüber brauche – der zu dem steht was er sagt und der nicht rumeiert. Wenn er Vorstellungen hat wie das laufen soll (jetzt als Ablauf) – muss er sie klar machen – damit ich dann sagen kann, welche Punkte für mich eben nicht gehen.

Offenheit und Ehrlichkeit – kein „schön reden“ oder runterspielen. Von beiden Seiten.

Für ihn ist es einfacher zu reden als zu schreiben – für mich nicht.

Also wird die Kommunikation wieder in die Richtung gehen wie sie vor Jahren war – er wird reden – ich werde nach dem Termin schreiben – er wird beim nächsten Termin das Geschriebene lesen und drauf antworten.

Aber: ich muss das auch für mich klar machen – ich will nicht zu Hause sitzen und auf eine mail warten – oder auf Antworten – ich möchte dann auch für mich klar machen, dass er das eben erst im Termin liest.

Ich möchte diese Klärungen auf die Termine beschränken, weil ich merke, dass es mir nicht gut tut – auch die positiven Antworten tun mir im Moment nicht gut.

Die Zeit dazwischen brauche ich um mich dem Rest zu stellen, den Gefühlen, Bildern, Gedanken, Sortieren von Widersachern – bzw dem Wegpacken von all diesen Dingen.

Noch haben wir die Dinge nicht geklärt. Und solange das so ist – könne nwir auch nicht „neu anfangen“ – denn ich kann mich nicht einlassen, wenn ich eigentlich das Gefühl habe, dass wir ein Tau ziehen veranstalten.

Er weiß nicht wo ich stehe – und ich weiß nicht wo er steht. Ehrlichgesagt bin ich manchmal nicht mal sicher ob ich weiß wo ich stehe – und ich bin leider ziemlich sicher, dass auch er nicht wirklich weiß wo er steht.

Ich hoffe, dass die Fragen das klären kann – und ehrlichgesagt hoffe ich auch, dass auch er irgendwann wieder anfangen wird nachzufragen, wenn er was nicht versteht. Denn im Moment macht er das nicht wirklich.

Aber nur durch Fragen – und durch Antworten – können wir klären wo wir grad stehen – und wir können erst weitergehen – wenn wir das wissen. Sonst verirren wir uns.

Ich hoffe, dass er mitzieht – ich glaube ihm, dass er will – aber dazu braucht es grad mehr als nur irgendwelche Vorstellungen und Ideen (und zwar von beiden Seiten – denn ich hänge ja auch noch an den „alten“).

Das bedeutet wir klären erst die Fragen zu 1. und dann die zu 2. und erst wenn die wirklich alle geklärt sind und wir da eine Einigung gefunden haben, muss es um 3. gehen. Erst dann – können wir „neue Wege“ ausprobieren.

Bis dahin geht es um Klärung und nicht um Neuanfang. Denn der kann nur stattfinden, wenn wir bei den Fragen zu einer Einigung gekommen sind – ohne Druck,  Zwang oder Verbiegen.

So sieht mein Plan aus – mal sehen ob wir den umgesetzt bekommen – oder wenn es für ihn nicht ok ist – ihn so angepasst, dass es für beide passt – und machbar wird.

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