Thera heute

Thema ist zur Zeit wohl wieder verstärkt Nähe-Distanz.

Ich denke ich bin auch grade an einem Punkt, wo es noch mal um die therapeutische Beziehung geht zwischen Thera und mir.

Es ist eine neue Art des „sich einlassens“ – grade da es um das Gefühle zulassen, Tränen auch mal fließen lassen geht.

Da innere Helfer und Co grad so gar nicht aushaltbar sind – zu nah und überhaupt – dagegen sind aber die Scham und die Schuldgefühle dem Thera gegenüber deutlich weniger – das ist dann in dem Moment nicht mehr Thema (was ja gut ist).

Ich kann also ihn in der Situation eher zulassen. Vielleicht weil das Vertrauen da ist und irgendwie auch auf einer neuen Ebene.

Das schlechte Gewissen kommt dann eher hinterher.

Nach wie vor geht es darum, Gefühle zuzulassen, denn die toben in mir und vor allem geht es auch um die Sehnsucht – die ja leider auch klar macht, dass es Bedürfnisse gibt (sowohl für das Kind als auch für die Erwachsene), die vor allem damals ja nicht erfüllt wurden. Das macht es ja so schwer da heute auch hinzuspüren.

Trotzdem geht es aktuell weniger um das Kind, mehr um die Erwachsene, die Gefühle, die Traurigkeit, die Angst, die Sehnsucht nach Nähe, die gleichzeitig ja auch immer deutlich macht, dass ich das ja gar nicht aushalten kann – Nähe – ich wünsch mir also etwas, was ich nicht ertragen kann, und das wiederum öffnet das Faß warum ich es nicht ertragen kann.

Doch was das Vertrauen und auch die therapeutische Beziehung angeht, da sind wir glaub ich grade dabei eine weitere Ebene zu schaffen – nicht so sehr bewusst, aber die Fragen, Schwierigkeiten, Probleme, Ängste – machen das deutlich – dass mir da bewusst wurde, dass ich mich auf viel mehr auch einlassen kann – und mit dem Bewussstein dafür auch die Angst wieder da ist – und das „prüfen“ und hadern.

Die Unterstützung, die da ist, die gut tut, die ich jetzt auch auch erhoffe, die nicht mehr nur „naja muss mich ja darauf einlassen“ oder „gehört halt irgendwie dazu“ sondern zu merken, dass ich mich das schon auch wünsche, dass ich dieses Miteinander mag, und mir diese Unterstützung auch gut tut.

Wir machen nichts anderes als die letzten Jahre – nur meine Wahrnehmung ändert sich grade.

Das mag in die richtige Richtung gehen, ist aber im Moment manchmal ganz schön schwer.

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