stehenbleiben

Ist ja schon lange so, dassi ch irgendwie nur weglaufe – vor den Gefühlen, der Vergangenheit, aber auch dem heute, denn fühlen gehört ja zum Alltag.

Ich merke immer wieder, dass – sobald ich mal in mich gehe – ein Mischmasch aus Traurigkeit, Sehnsucht und Angst da ist.

Nicht überflutend, aber da.

Und meistens – laufe ich dann doch wieder weg, lenke mich ab.

Ich weiß nicht ob das nur Angst ist – manchesmal wünschte ich mir jemand wäre da, der es einfach mit aushält, der mich nicht weglaufen lässt, der da ist – und mir den Mut macht und mich unterstützt mich dem ganzen zu stellen.

Manchmal wenn das da ist – bin ich einfach nur müde. Dieses ewige kämpfen.

Es geht darum Bedürfnisse wahrzunehmen – und die Gefühle dazu – und das tut weh.
Diese Traurigkeit, die Sehnsucht, nach Geborgenheit, nach Sicherheit, nach Liebe, nach Trost – wirklichen, nicht das was ich als Trost erfahren habe.

Jemanden der da ist – mir den Rücken stärkt, der sagt: du schaffst das – nicht einfach so oder irgendwann, sondern genau in dem Moment in dem ich es brauche, der da bleibt und nicht wegrennt oder ablenkt, sondern wirklich mit aushält, nicht weicht – sondern da bleibt – trotzdem – und dadurch dass er nicht weicht auch mich nicht zurückweichen lässt – solange es ein zurückweichen aus Angst oder Schuldgefühlen (oder wegen der Stimmen der Widersacher) wäre – denn dann hätten wieder die Angst und Schuldgefühle und Widersacher gewonnen.

Jemand der aushält, mitträgt, stützt, Mut macht, durchhält – damit ich aushalten, tragen, stehen bleiben, die Angst besiegen und durchhalten kann. Jemand der da bleibt und mich mit dem nicht allein lässt, der an mich glaubt, aber auch sagt was er denkt, bestätigt was er sieht und wahrnnimmt um mich auch zu bestätigen – damit ich mich in den Gefühlen nicht verliere – jemand der mich/an mir festhält wenn ich das nicht mehr kann.

Doch das macht eben auch Angst, weil ich diese Nähe, die dazu nötig wäre, gar nicht aushalten kann, weil sie mich in Panik versetzen würde – denn es würde dann ja jemand mitkriegen, sehen, hören.

Und so laufe ich dann doch wieder weg, lenke mich ab, flüchte mich in Oberflächlichkeiten.

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