Winterspaziergang

Gestern mit K. telefoniert und ihn spontan für heute zu einem Winterspaziergang eingeladen – ich.

In dem Moment war das auch ok – erst als ich den Hörer aufgelegt hatte wurde mir erstmal schlecht.

Denn zum einen – es kommt Besuch und der will hier natürlich auch rein. Zum anderen – und das ist viel schlimmer für mich – ein Winterspaziergang – ich meine gehe gern spazieren – aber im Schnee? Ich Schneephobikerin.

Hier liegt viel Schnee – und ehrlichgesagt geht es auf Schnee sogar noch einigemaßen – da greifen die Spikes recht gut. Nur wenn es dann auch vereister Schnee ist – hab ich echt ein großes Problem.

Von daher werd ich jetzt einfach mal schauen wie es läuft.

Aber ich hab mir gestern abend lange überlegt warum ich das so gesagt habe. Ich mag K. und ich mag auch Spaziergänge. Er meinte, dass er eigentlich gern was vor hätte aber nichts vor hat und ich war grad im schwelgen wie schön so ein Winterspaziergang sein kann (wenn die Angst nicht wäre).

Und irgendwie hab ich es dann einfach gesagt.

Bereuen – nein tu ich es nicht – aber ich hab Angst – trotzdem werde ich das heute auch nutzen (außerdem hab ich mir gestern den kleinen Zeh „blau eingefärbt“ und kann zwar gut laufen, aber nur solange nichts an den Zeh kommt – und ich weiß noch nicht ob ich auch in Schuhen dann laufen kann, weil da liegt der Schuh ja leider direkt an – das ist zum einen eine Ablenkung vor der Angst, zum anderen auch ein Vorwand den Spaziergang doch kürzer zu machen) – und einfach schauen wie es wird.

Denn es ist auch ein  Angsttraining – und eines dass ich mir so nicht überlegt hätte – aber es ist auch eines, das durchaus im möglichen Rahmen ist.

Und auf den Besuch von K. freu ich mich (ja auch wenn er in die Wohnung kommt  – aktuell geht das eigentlich erstaunlich gut, sonst hätte ich ihn auch nicht eingeladen).

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