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Gestern ging es dann recht schnell wieder gut – ich hab gegessen, gelesen und fühlte mich wohl – wollte dann Schlafen – ging nicht – dann noch etwas lesen und irgendwann merkte ich dass mir die Tränen übers Gesicht rannen – und ich gar nicht weiß was ich da lese – nur Worte aneinanderreihe, Buchstaben – ohne Inhalt.

Es war heftig und ich testete das neue Mittel – es veränderte sich auch etwas (wenn auch etwas später, daher weiß ich jetzt nicht ob es am Mittel lag oder nicht – ist aber auch egal) und endete wieder mal in den Zweifeln.

Was wenn alles nicht wahr ist, meine Mutter hat mich krank gemacht – und lebt auch in ihrer Zuckerwattenwelt – hält sie für Realität – wer sagt dass ich nicht genauso bin – nur dass es statt Zuckerwatte das andere gibt?

Ja die Fakten sprechen dagegen, der Vater der es nie bestritten hat, sogar zugab dass „etwas“ war, die Krankenhausaufenthalte, die Flashbacks und Gefühle und Co. Aber wer sagt dass das nicht alles zu der verdrehten Welt dazugehört?

Grade weil meine Mutter so war – wird mich dieser Zweifel immer irgendwie begleiten – und es gibt Momente, in denen er so viel Raum einnimmt, dass nichts anderes mehr Platz hat.

Mir ist vom Kopf her schon klar dass das alles wahr ist usw – aber manchmal wünschte ich mir, es wäre anders.

Heute Vormittag durfte ich die Kapelle des hiesigen Jesuitenorden nutzen. Ich glaube S. ist gar nicht klar, wie viel mir das bedeutet – und es hat mir sehr gut getan. Auch das Gespräch danach – das mehr die Theorie betraf.

Die Physio und Betreuung waren dann eher etwas zu viel – doch für die Wohnung war das wichtig.

Im Großen und Ganzen ist es ok heute, hätte nach der letzten Nacht viel schlimmer sein können. Hoffe nur dass ich heute etwas mehr Schlaf bekomme.

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