Bestandsaufnahme

Bevor du hier weiter liest, lies bitte unbedingt den 1. Teil davor, das ist mir hier wichtig. Danke

Die Frage „wie geht es mir?“ kann ich zur Zeit nicht so einfach beantworten. Ich komme gut durch den Tag, zwischendrin immer mal mit kleineren Kämpfen, doch im Großen und Ganzen komm ich ziemlich bis sehr gut durch den Tag.

Trotzdem geht es mir nicht gut – und das merke ich an vielen Kleinigkeiten – und die will ich hier mal für mich auflisten:

ich merke es daran, dass:

  • ich sehr schnell genervt bin und dann auch aggressiv werde
  • die Nähe meiner Katzen (vor allem der Tigerkatze) kaum ertragen kann, vor allem wenn sie schnurrt oder tretelt
  • daher ernsthaft überlege ob ich vor allem für die Tigerkatze nicht doch lieber einen Pflegeplatz suchen sollte
  • mein Telefon fast dauerhaft ausgeschalten ist
  • Angst habe, dass es an der Tür klingelt, weil ich mich dann ja mit jemand auseinandersetzen müsste
  • mein Essverhalten mehr einem „stopf irgendwas rein, damit du keinen Hunger hast“ gleicht, dummerweise aktuell dann auch mehr Kekse und Co weil zum Kochen (oder Pizza in Ofen schieben) fehlt der Nerv
  • ich an mein Trinkverhalten gar nicht denken darf, weil ich sonst gar nichts mehr getrunken kriege und solange ich das ausblende, wenigstens auf ein Minimum komme
  • daran, dass ich das mit dem Trinkverhalten auch so hinnehme und es auch gelingt den Druck da rauszunehmen (was bedeutet, dass echt viel anderes am laufen sein muss, dass das prioritätenmäßig so nach hinten rutschen kann und darf)
  • ich viele Sachen vergesse, vor allem Dinge, die mir sonst nicht entfallen – das also für mich sehr unüblich ist, z.Bsp dass ich Futter oder Medikamente für die Katzen kaufen (und damit ja auch einplanen) oder den Büchereiausweis verlängern oder ähnliches
  • aber auch losfahren um Paket wegzuschicken und erst dort feststellen, dass ich das Paket zu Hause liegengelassen hab oder wegen Eiern einkaufen fahren, aber alles mögliche, nur keine Eier mitbringen (ja erst seit gut einer Woche – hoffentlich denk ich morgen dran) oder in die Küche gehen um die Götterspeise zu holen die im Kühlschrank steht, aber auch beim 4. Mal ohne wieder zu kommen oder Tütensuppe (die ich eh nicht wirklich mag, aber im Anflug von: musst mal was Gscheites essen doch versuchte) ohne Wasser kochen (und es erst feststellen, als es dann doch schon arg kokelig riecht und mich noch wunder, wie man eine Nudelsuppe anbrennen lassen kann) usw. usf.
  • ich bei Dshini nur noch das nötigste mache, sogar bei den Spielen auf die „sicheren“ Sachen verzichte
  • meine Blogs nicht regelmäßig lese (grade mal so die, die ich in der Startseite habe schaffe ich einigermaßen)
  • seit einiger Zeit einen Harnwegsinfekt (oder mehrere, manchmal ist ein oder zwei Tage Ruhe dazwischen) habe
  • wieder mit Sehnenscheidentzündungen zu kämpfen habe (aber nur mild)
  • kräftemäßig sehr schnell alle bin, müde, ausgelaugt – sich die Muskeln anfühlen als wären sie grade einen Marathon gelaufen
  • ich sehr müde bin, fast ununterbrochen – und teilweise auch tagsüber so extrem, dass mir fast die Augen zu fallen
  • ich trotzdem sehr schlecht einschlafe
  • die Alpträume sich wieder in die „Psychopathen“-Richtung bewegen (so wie die Krimis mit den richtige Psychopathen, denen es um den Spaß am Quälen und Psychoterror und Angst geht)
  • ich das Gefühl habe mit allem was ich machen möchte nicht hinter her zu kommen
  • in der Tischlerei kein Stopp hinkriege (und daher dann weiterschleife obwohl die Hände eigentlich gar nicht mehr können)
  • ich mich selbst mit fernsehen kaum ablenken kann, weil es zuviel auslöst, wieder zu viele Trigger gibt
  • ich zwar mein Seroquel brauche, gleichzeitig aber weiß, es liegt nicht daran, dass ich nicht schlafen kann, aber wenn ich es nicht nehme mir diese Krücke fehlt – dieses: wenn ich es nehme kann ich sicher schlafen, wenn nicht sicher nicht)
  • mein Magen nicht grade begeistert ist (weder von den inneren Tumulten, noch von dem was ich ihm aktuell so zuführe)
  • ich abends nicht mal mit D. telefonieren mag, weil ich es so satt habe immer das selbe zu sagen wenn es darum geht wie es mir geht, weil ich das Gefühl habe nur rumzujammern
  • ich nicht mehr richtig zuhören kann, mir vieles entgeht – obwohl ich nicht mit den Gedanken wo anders bin
  • in vielen Situationen „draußen“ (also im Kontakt mit der Welt, anderen Menschen) wieder einfach ins „funktionieren“ rutsche
  • ich von vielen Reizen sehr schnell hoffnungslos überflutet bin (Einkaufen z.Bsp, die Farben, das Licht, die Geräusche)
  • sprechen wieder deutlich schwieriger ist (naja schwieriger nicht, nur die Situationen in denen es nicht so klappt sind wieder mehr – oder fallen mehr auf – keine Ahnung)
  • Musik hören grade auch nicht so gut geht (weil manche Töne oder Stimmen grad eher in die Schnurr- und Tretelecke gehören – sprich – mich fuchsig und aggressiv machen)
  • beim Lesen nicht so tief eintauche dass ich die Zeit vergesse, sondern das Buch zwischen drin (gerne auch mitten im Satz) weglege um irgendwas zu machen)
  • meine Pflanzen kein  Wasser kriegen (schaff es grad irgendwie nicht da Wasser zu holen und zu gießen – hoffe dass die am Do beim Wohnungstermin welches kriegen)
  • alle Termine so entsetzlich anstrengend sind
  • ich nicht mal mehr das Wetter mitbekomme (obwohl ich schon rausgehe, ihm also zumindest kurz ausgesetzt bin)
  • die aktuelle Situation was Betreuung und Krankenkasse angeht mir grad nur noch ein müdes Lächeln entlockt
  • ich den nächsten Theratermin grade nicht herbeisehne (aber durchaus weiß, dass ich das ganze nur damit dann verändern kann)
  • Flashbacks und Gefühlswellen gar nicht richtig „ankommen“ bzw irgendwann in den Nebel abgleiten
  • Kontakte grade sehr ausgewählt sind (was mich aber eher erstaunt, weil die dich habe mir dann auch guttun und wenn es nicht so gut geht gelingt das oft nicht so gut – erst wenn gar nichts mehr geht  – aber davon bin ich noch einiges entfernt – nehm ich an)
  • mich der Tag auch ohne Termin und dass ich in der Wohnung was schaffe zur Zeit echt schafft – als hätte ich den ganzen Tag von einem Termin zum nächsten gehetzt
  • echt Mühe habe den Laptop grad nicht in die Ecke zu pfeffern, weil mein Dashboard so langsam ist (vor allem beim Löschen oder Ausbessern von Fehlern)
  • mir tausend Sachen einfallen wie ich mir indirekt schaden könnte – so richtig und nachhaltig und die Genugtuung wahrnehme, wenn ich an diese Dinge denke (dabei geht es noch nicht mal darum sie umzusetzen, kein Drang oder Druck – nur die Gedanken an sich – fast wie ein Ventil)
  • ich im Moment auch körperlich wenig schaffe, da aber nicht weiß ob grad Ruhe oder „ausprobieren“ angesagt ist – vom Gefühl her Ruhe aber noch mehr nach hinten losgehen könnte und ausprobieren das Problem beinhaltet, dass ich mich nicht drauf verlassen kann, dass ich ein Stopp hinkriege (wobei beim Schwimmen klappt das mehr oder weniger)
  • mir immer mehr Dinge für diese Liste einfallen – und mir das grade echt Angst macht (weshalb ich das hier dann auch schließe für den Moment, trotz der Punkte, die jetzt noch nicht notiert sind – vielleicht hol ich die irgendwann nach)
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