um was es eigentlich geht

Aber es ist auch klarer geworden um was es eigentlich geht: es ist Altes – es geht nicht um heute oder morgen oder dass eine Pause kommt oder die Betreuung ausläuft und unklar ist wann und wie die weitergeht usw. Das alles spielt sicher mit und hat die „Grundstruktur“ wackelig gemacht, doch das was grad da ist – hat mit der Kindheit zu tun.

Manchmal frag ich mich ob es nicht sogar das Kind ist dass da wütet – weil ich manchmal das Bild hatte, wie es sozusagen in dem Zimmer in dem Haus sitzt und einfach nur verzweifelt ist und weint und gleichzeitig eben nicht weinen will – also das was hier passierte – nur mit dem Bild dass das dem Kind in dem Zimmer in dem Haus passiert – mit der Hoffnung dass es niemand hört und irgendwie ja doch auch den Wunsch da nicht allein zu sein, dass jemand da ist, der bestätigt, dass es schlimm war und die Gefühle angebracht und normal und nicht ein „anstellen“ und dass es sein darf.

Vielleicht griffen deshalb die Skills nicht wirklich, weil die nicht für das Kind sind – weil ich das auch nicht kann – als Erwachsene für das Kind was machen – ich schaffe es ihm den Raum zu überlassen, aber ich kann nichts mit ihm zu tun haben – das schaffe ich (noch) nicht.

Es war gestern schon die Vermutung – aber heute bin ich mir ziemlich sicher. Vielleicht bräuchte es da jemanden, der reinkommt, sieht dass es ihm nicht gut geht und sagt, dass es ok ist – und dass das alles auch schlimm war und es deshalb ganz normal ist, dass es traurig, verzweifelt und was weiß ich noch alles ist. Vielleicht auch – wenn es nicht klappt über einen Zwischenschritt – so wie man – wenn Kinder was nicht annehmen können mit deren Stofftier oder Puppe redet und über die was zeigt. Ich weiß es nicht.

Aber es geht ganz klar um Altes, um Kindheit und um das Kind.

Das mit den Unsicherheiten kommt sicher dazu – und auch das mit dem Vertrauen des Kindes usw – aber das was da brodelte – war Kindheit und ich bin mir zunehmend sicher, dass es das Kind in diesem Zimmer war und ist.

Dazu würde auch all das passen, was mir nicht so klar war -das mit dem wieder so sehr verschärften „darf nicht“, das wieder viel härter war als es die letzten Monate war und auch die Angst Ihnen gegenüber, die Schuldgefühle und Panik, dass es bloß niemand mitkriegen darf ,weil sonst alles noch schlimmer wird, die ganzen Automatismen die laufen, wenn Gefühle da sind oder gar Tränen usw – all das ist nicht neu – aber war in der letzten Zeit wieder so viel mehr massiver.

Ich glaube das alles hat mehr mit dem Kind zu tun und damit dass es in dem Haus jetzt sicher ist oder so – als mit allem anderen – das andere ist nur „Beiwerk“ – viele Kanonen die auf eine Mauer schießen um sie mürbe zu machen, aber das Loch macht dann nur eine und um diese eine geht es dann auch – nicht um die restliche (mürbe) Mauer.

Dieser Beitrag wurde unter Grenzen, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.