klarer

Durch die Umstellung der Thera, bricht meine gesamte Tages- bzw. Wochenstruktur auseinander. Denn die wurde in den letzten zwei Jahren an den Therapieterminen ausgerichtet – und die verschieben sich – nicht nur zeitlich, sondern auch auf einen anderen Tag.

Nun ist es aber nach einem EMDR-Termin nicht unbedingt möglich noch zur Phyiso zu fahren und der kurze Thera-Termin verschiebt sich, weil die ja dann an einem anderen Ort als die Tischlerei stattfindet und ich es zeitlich nicht schaffen kann rechtzeitig dort zu sein.

Von allen Terminen die jetzt in der Woche sind wird nur ein einziger unverrückt bleiben – das Schwimmen am Montag – weil das ja von der Klinik aus ist.

Da ich aber Schwimmen, Physio usw mit den Terminen in der Ambulanz koppeln muss (weil ich es fahrtechnisch nicht anders hin bekomme) – wackelt damit alles.

Zumal ich von der Praxis nicht zu Fuß oder mit nur zwei Stationen Bus zum Schwimmen komme.

Am Dienstag will ich mit dem Thera erstmal klären wann die neuen Termine sein werden – ideal wäre Montag früher Nachmittag (um von dort aus dann zum Schwimmen zu können) und Donnerstag gleich am Morgen (weil Freitag ja leider wegfallen wird, da ist er dann nicht in der Praxis).

Damit muss sich die Physio verschieben (vermutlich auf Di), Tischlerei müsste dann bleiben um die Fahrt zur Physio hinzubekommen, dann fehlt noch das Schwimmen am Mi und Fr – mittwochs lässt sich das über die Betreuung regeln – freitags leider nicht. Eventuell könnte man das aber über einen Termin in der Ambulanz regeln (da muss ja eh einer sein, weil ich die Angebote der Ambulanz ja nur nehmen kann, wenn ich auch mit jemand in der Ambulanz Kontakt habe).

Gebetskreis wird wegfallen, auch wenn A. angeboten hat mich ein oder zweimal im Monat abzuholen und zu bringen – das muss ich dann sehen.

Im Moment steht noch so im Raum mir den Führerschein endlich ausstellen zu lassen (darf ja jetzt offiziell wieder fahren, da über zwei Jahre anfallsfrei) und mit einem Mofa oder ähnlichem das Busfahren zu umgehen. Allerdings würde das für mich bedeuten ein paar Fahrstunden – weil ich seit 18 Jahren nicht mehr gefahren bin und mich im Straßenverkehr eher überfordert fühle – von daher würde ich das nur machen, wenn ich da wieder „drin“ bin. Dabei ist fraglich ob ich das finanzieren könnte.

Bustraining – aktuell nicht, auch wegen der Fallangst, nassem Laub und dem kommenden Winter – da kämen grad zu viele Angstsachen zusammen, aber im Frühjahr werden wir das nochmal genauer anschauen ob das jetzt nicht doch mit rein kann (bis dahin sollte auch das Angsttraining bei der Physio nicht mehr so umfassend sein und wenn Gebetskreis weg fällt bliebe noch Einkauf und Stadttraining – wegen der Praxis – das ist auch der Punkt der das Bustraining am ehesten rauskicken könnte – mal sehen).

All das Fahrtechnische kann ich eh erst klären, wenn ich weiß wann die Termine sein werden – von daher werde ich das am Di mit dem Thera klären. Der Rest muss sich dann zeigen.
Klarer wurde halt, dass es mich so aushebelt weil die in den letzten 2 Jahren erarbeitete Struktur komplett wegfällt – und eine neue aufgebaut werden muss. Und die lässt sich nicht einfach so planen – denn das hängt auch ab ob Praxis und Ambulanz geht oder wie viele Termine es insgesamt sind und wann – und welche der Fahrten übernommen werden und welche nicht (und ich damit anderwertig organisieren muss – z.Bsp über die Betreuung).

Es geht mir nicht gut – aber für die Umstände finde ich, dass es mir erstaunlich gut geht – denn immerhin funktioniert der Alltag soweit ganz gut. Ich bin an der Grenze, aber nicht drüber – und noch vor einem Jahr wäre ich da deutlich drüber gewesen. Das sehe ich und finde ich sehr gut – das macht es aber auch schwerer sich einzugestehen, dass es sich nicht gut anfühlt, weil es doch im Verhältnis zu den Umständen doch gut ist – und ich mich um Welten schlechter fühlen könnte.

Einerseits froh zu sein, dass ich so gut mit klar komme und dabei aber andererseits nicht aus den Augen zu verlieren, dass ich gut auf mich aufpassen muss und mir Ruhe zugestehen muss, dass ich mich freuen kann, dass es mich nicht mehr aushebelt, aber zu sehen und auch im Blick zu behalten, dass es aber doch arg an der Grenze ist – und es auch an mir liegt – auf dieser Seite der Grenze zu bleiben.

Vor einem Jahr noch – hätte ich das wie ich mich heute fühle – als sehr gut bezeichnet. Heute ist das nicht mehr so (und irgendwie hab ich machmal Schwierigkeiten zu sortieren, dass es ja ein sehr positives Zeichen ist, dass ich das als eher „schlecht“ einstufe, weil es heißt, dass sich die Gesamtsituation deutlich verbessert hat)

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