begreifen

„Der Mensch kann nur das begreifen, was er selbst durch körperliche und psychische Leiden erlebt hat.“

Peter Maurer

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5 Antworten auf begreifen

  1. LexX Noel sagt:

    Nicht immer stimmt das so, denn es funktioniert auch ohne dessen. Zumindest in meinem Fall, meine ich das.

  2. Stefanie sagt:

    Ich meine, dass die Anlässe zum Leid äußerlich verschieden sein, sich subjektiv unterscheiden können; dass jedoch die inneren Reaktionen, Gefühle gleich sind bei den Menschen. Wenn ich meine Wut, Angst, Trauer kenne und mehr und mehr verstehe, kann ich sie auch bei andern erkennen, ohne dass ich genau dieselbe Not des andern gelitten haben muss.

  3. Ilana sagt:

    Aber durch deine eigene Wut, Angst, Trauer und Co erlebst du sie ja auch selbst. Dennoch denke ich Trauma z.Bsp ist nicht gleich Trauma – obwohl es sich sicher in manchen Teilen (und Gefühlen) auch überschneidet.

    Er schreibt ja auch nicht die gleiche Situation, sondern das gleiche Leiden. Sicher kann man auch im Ansatz auch was verstehen was man selbst nicht erlebt hat – aber ich denke dass man zumindest in Ansätzen dann etwas ähnliches erlebte (also ähnliche Gefühle, vergleichbare Situationen in Bezug auf die Folgen oder Gefühle).

  4. Marika sagt:

    Ich stimme der Aussage zu. Ich denke auch, man hat mehr oder weniger zwei Möglichkeiten, wie man sich bei einem einem selbst unbekannten Leiden verhalten kann – man kann abschätzig reagieren (im Zusammenhang mit einem Trauma wären das dann die „tollen“ Sprüche wie „aber es ist doch lange her“ oder „denk halt einfach nicht mehr daran“) – oder aber man kann zumindest versuchen, Verständnis zu zeigen. Und genau da ist der Unterschied – zwischen „Verständnis“ und „etwas nachvollziehen können“. Nachvollziehen kann man es m.E. nur, wenn man es selbst erlebt hat, Verständnis zeigen kann man auch so.

    • Ilana sagt:

      Ja das find ich eine gute Erklärung – mit dem Unterschied zwischen Verständnis und etwas nachvollziehen können. Danke.

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