Thera

War heute ganz gut – es ging um Angst und Angsttraining – wie es sich anfühlt und was sich ändert usw. Es war auch interessant sich das alles bewusst zu machen – all die Abläufe – mir war immer klar, dass ich für ein konkretes Angsttraining dran bleiben muss und es eben sehr gezielt aufgreifen muss. Doch im Alltag meide ich anstauslösende Situationen ja auch nicht – für mich war das immer was anderes – immer ein „wenigstens nicht ins Vermeidungsverhalten rutschen“ – sozusagen die Angst nicht verschlimmern – aber besser wird es da nicht (nur der Umgang damit).

Beim Angsttraining selbst ist es aber schon so, dass im Laufe der Zeit die Angst weniger wird. Das war immer klar – deshalb hab ich es so gemacht – aber es war mir nie wirklich bewusst – das warum ich das so mache und nicht anders, was genau der Unterschied ist – auch im anfühlen.

Der Vertreungs-Thera ist der, der mir immer die Hintergründe erklärte, was im Gehirn ablief und abläuft, das Detailwissen usw. Deshalb bin ich ganz froh, dass er sich bereit erklärt hat ab und an die Sachen durchzulesen für das Projekt „Buch“, weil er da sehr kritisch schaut und eben ein typisch wissenschaftlicher Arbeiter ist, grade was die Definitionen von Begriffen angeht usw. Dieses Wissen ist für mich auch sehr wichtig.

Mein Thera ist eher der praktisch veranlagte, der die Dinge ausprobiert, anwendet – zwar im Prinzip weiß wie was wo abläuft (auch im Gehirn), aber es nicht wirklich erklären kann, sich da auch gar nicht richtig einlesen mag, weil ihn mehr das Umsetzen von Therapieansätzen interessiert – und auch das Anwenden und vor allem individuell anpassen.

Um Gefühle zuzulassen brauche ich weniger die Theorie, mehr die Praxis – da geht es nicht darum warum was wie ist – sondern hinzuspüren und zuzulassen.

Der Termin heute war gut – aber ich bin sehr froh dass nächste Woche mein Thera wieder da ist.

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