Zufrieden

Mir geht es heute psychisch sehr gut. Ich sehe die Einschränkungen die da sind (körperlich hatte ich mich wohl etwas übernommen die letzten zwei Tage), sehe aber auch, dass ich trotzdem heute fitter bin und es mir besser geht als es vor zwei Jahren noch war.

Es gelingt mir die Dinge, die grade nicht so gehen wie ich gerne hätte (z.Bsp das Katzenfutter und -streu wegräumen oder wenigstens die Kartons aus dem Weg stellen), eben auch zu akzeptieren und zu sagen: ja aber vor einem guten Jahr noch wäre ich nach Großwaschtag und Schwimmen und sonstigem tagelang nicht mehr in der Lage gewesen mich zu rühren.

Es gelingt mir zu akzeptieren, dass heute nichts recht geht und ich die Ruhe brauche, dass zwar in der Wohnung viel zu tun wäre, der Körper aber grad vor geht und kann trotzdem dann einfach in der Hängematte liegen und fernsehen (die viele aufgenommen Serien, die ich die letzten Wochen vernachlässigt habe) – nebenher online in verschiedenen Blogs stöbern und vor allem die Blogrolls anderer Blogs durchzuklicken und neue Welten entdecken.

Wenn das „aber ich müsste doch“ und „wie es hier wieder aussieht“ usw hochkommt, gelingt es mir zu sagen: das läuft mir nicht weg, heute geht es nicht und das ist auch in Ordnung so, die Welt geht nicht unter und es wird hier nicht alles im Chaos versinken.

Und wenn die Traurigkeit oder der Frust sich seinen Weg bahnt, kann ich auch da sagen: ja es ist doof, dass ich nicht rausgehen kann und eine schöne Runde drehen, aber immerhin schaffe ich es auf den Ergometer und kann Schwimmen gehen und kann mir das sogar leisten in Zukunft dreimal schwimmen zu gehen, zu Hause brauch ich schon lange keine Krücken mehr und ich überlege ja sogar das Krankenhausbett gegen ein normales einzutauschen – vor ein paar Jahren noch war es so, dass ich dringend ein Krankenhausbett brauchte, weil ich aus normalen Betten nicht hoch kam.

Heute ist alles irgendwie im Einklang miteinander – und das kann ich mit staunen und Freude sehen, das was nicht geht ist da, wird auch wahrgenommen, aber es hat nicht die Macht mich grade runterzuziehen.

Das freut mich sehr und ich spüre heute schon den ganzen Tag eine unglaubliche Zufriedenheit – mit mir, meinem sein, meinem werden. Ein sehr ruhiges, aber tiefes Gefühl – über das ich sehr froh bin.

Ohne einem „beweisen müssen“ (vor allem mir) oder dem Gefühl „nur faul“ zu sein oder auch dem Gefühl an die Grenzen gehen zu müssen (weil ich an der körperlich eh bin).

Eine innere Ruhe und auch Gelassenheit – die tragen.

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3 Kommentare zu Zufrieden

  1. artista sagt:

    Das ist sehr schön…freut mich für dich…ich weiß, wie schnell das wieder kippen kann und wünsche dir, dass es lange anhält…

    Herzlichst
    artista

  2. Violine sagt:

    Ich lass‘ Dir schöne Grüsse da. Und ein Lächeln. Einfach so, weil ich heute schon im Gespräch mit Freunden an Dich gedacht habe.

  3. Ilana sagt:

    Danke – ja das sind die eher seltenen Momente – wo alles zusammenpasst, sich an“schmiegt“ und trotz der auch recht großen Einschränkungen wie gestern – das Positive, das Erreichte gesehen werden kann.

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