Homöopathie

Die aktuelle Diskussionen über Homöopathie und so weiter – nerven mich einfach – die Gegner regen sich ja so darüber auf, lassen aber auch nichts anderes gelten – die Homöopathiefanatiker riskieren tatsächlich die Gesundheit ihrer Kinder, wenn sei auch bei ernsten Erkrankungen nicht zum Arzt gehen.

Wie es bei den Religionen Fanatiker gibt – und Außenstehende sich dann genau über die aufregen und das für alle dieser Religion annehmen (da hatten wir gestern schon eine kleine Diskussion im Gebetskreis) – ist es hier auch so.

Ich bin für Homöopathie – weil sie mir das Leben gerettet hat, aber ich bin auch für die Schulmedizin. Und ich bin dafür, dass nicht jeder Homöopathie verabreichen darf und dass es eine Regelung geben sollte, wer sich Homöopath nennen darf – denn ich finde nicht dass Homöopathie eben nichts anrichten kann.

Was mich aber am meisten ärgert ist dieses „nicht über den eigenen Tellerrand schauen“ – immer nur die Extremisten als Beispiel nehmen und dass bei solchen Themen so viel Intoleranz zu spüren ist – dass nicht mehr unterschieden wird, zwischen den Menschen die damit verantwortungsvoll umgehen und eben denen, die da eher fanatisch hinter her sind.

Nicht jeder, der dem Islam angehört ist gleich ein Fanatiker, nicht jeder der katholisch ist – ist gleich ein Fanatiker – nicht alle davon heißen alles was der Islam oder die Kirche vorgibt auch gut – oder nehmen es kritiklos hin.

So ist es auch mit der Homöopathie – ja es gibt viele, die da ständig Globuli verteilen – und das finde ich NICHT! gut. Ich halte nichts von „Eigendiagnosen“ – aber ich vertraue meinem Homöopathen (der übrigens auch nichts von den Eigendiagnosen und überfüllten Hausapotheken hält).

Warum können die Anhänger der Schulmedizin nicht offen sein und sagen: ok – wenn es dir hilft – mach es? Niemand zwingt sie es selbst zu probieren wenn sie nicht wollen. Genauso wie die Homöopathie-Anhänger auch der Schulmedizin ihren Raum und Berechtigung zugestehen sollen – denn ich bin überzeugt dass es vor allem im Miteinander vielen helfen kann.

Die Zusammenarbeit eines Arztes und eines Homöopathen – beide mit der jeweiligen Ausbildung (denn ich glaube nicht dass ein Arzt das in ein paar Seminaren lernen kann – genau diese Oberflächlichkeit in der Ausbildung bringt diese „Nebenwirkungen“ von ist ja kein Problem und kann jeder, der da ein Buch zu gelesen hat) – das fände ich ideal.

Hier hab ich ja schon mal was zur Grundsatzdiskussion Homöopathie geschrieben

Und um zum eigentlichen „Sommerloch-Thema“ zurückzukommen – lest doch mal hier, das unterscheibe ich nämlich sofort.

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3 Antworten auf Homöopathie

  1. psychoMUELL sagt:

    soweit ich die Diskussionen verfolge, geht es doch nur darum, dass Homöopathie von der KK bezahlt wird und nicht darum, wer es denn probieren möchte, sollte es machen oder nicht.

  2. Ilana sagt:

    Ja und nein – die meisten die sich dazu äußern – da geht es eben sehr wohl darum, dass das ja Humbug ist – und in einzelnen Beiträgen dann auch darum, dass manche Eltern ihre Kinder gefährden, weil sie nicht zum Arzt gehen und stattdessen nur Globuli geben (mit Beispielen aus Foren, die wirklich haarsträubend sind, völlig vereiterte Ohren usw).

    Die meisten Krankenkassen zahlen sie doch eh nicht – denn die Mittel selbst muss man ja eh selber zahlen und wenn der Arzt ein Seminar belegt hat und da Mittel vorschlägt, geht dem in der Regel ja doch ein Arztgespräch voraus.

    Sparen tun da die Kassen eh nicht.

    Mir ging es mehr um die Folgen daraus – eben dann immer gleich die Extremisten hervorgeholt werden (ja und dazu zähl ich auch die Mütter, die bei jedem kleinen Stolperer der Kids denen gleich ein Arnika-Kügelchen reinstopfen, egal ob es das eigene Kind ist oder das von anderen).

  3. Violine sagt:

    Eine Zeitlang hatte ich die deutschen Scienceblogs abonniert. Die Wissenschaftler, die darauf schrieben, haben die Homöopathie derartig als Humbug hingestellt, es war schlimm. Die Homöopathie feiert durchaus ihre Erfolge, und die Schulmedizin hat durchaus ihre Misserfolge.
    Es war für mich ein Grund, die Scienceblogs aus dem Feedreader zu entfernen. Mir war das zu arrogant und kurzsichtig. Ich lese da lieber die Hausfrau, die bei weitem mehr Lebenserfahrung hat und Dinge besser abschätzen kann.

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