geflüchtet …

… in ein gar nicht denken – mehr automatisch als bewusst in diese Richtung marschiert.

Es zählt der Moment – der Fernseher läuft und spielt aufgenommene Serien ab – die ich dann irgendwann nochmal schauen kann, weil ich nicht sagen könnte um was es geht.

Ich lese in den vielen Blogs, tauche ein Stück weit in deren Welt ein. Das selbe bei Büchern (doch Stieg Larrson, auch wenn das Thema sicher nicht ideal ist, bin ich grad so weit von mir distanziert, dass es nicht triggert – und die Bücher von ihm sind schon klasse) – einfach ein eintauchen in eine andere Welt – und damit ein fliehen aus meiner.

Für den Moment ist das ok – es dient eher als Skill.

Ich weiß durchaus, dass es mir nicht gut geht, kann das alles analysieren und erkennen – was da grade läuft usw. Auch dass diese Distanz auf Dauer nicht gut ist – weil ich vor mir nicht weglaufen kann.

Doch für den Moment ist das in Ordnung und gut so – es fühlt sich gut an – auch wenn das immer so komisch ist – einerseits zu wissen, dass es mir nicht gut geht – es sich im Alltag aber ganz gut anfühlt für den Moment. Zu wissen, dass man da grade auf der Flucht ist und das auf Dauer nicht geht, es in diesem Moment aber auch ein Stück genießt (für mich auch einer der größten Unterschiede zum dissoziieren).

Mir ist klar, dass ich mich dem Ganzen stellen muss – nicht in den nächsten Tagen, da wir da ewas vorsichtiger ran gehen müssen – aber irgendwann. Und das ist auch in Ordnung. Das Wissen, dass ich das auch machen werde – läßt es jetzt auch ok sein, dass ich grade wieder „ausblende“.

Es ist wie ein Luftholen, Kraft tanken – um dann irgendwann den Kampf aufzunehmen – wobei Kraft tanken komisch klingt – denn wirklich zu Kräften komme ich nicht – dazu (ver)brauchen die Abwehrmechanismen zu viel Energie.

Eher ein Innehalten und sich sammeln, wieder aussteigen aus den Täterintrojekten – auch wenn das im Moment nur klappt, wenn ich mich auch von mir distanziere – denn sie sind grade zu sehr mit mir verbunden. Doch ich werde mich wiederfinden – und dann wird es weitergehen.

Wie auch immer: es geht mir grade gefühlsmäßig ganz gut, es lässt sich nicht nur gut aushalten, sondern sogar sehr gut. Es ist ruhig und friedlich, immer noch eher leer – aber nicht mehr diese „geballte“ Leere, sondern eine gemütliche.

Um den Rest kümmere ich mich wenn es so weit ist.

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