Klartext

Ach was bin ich heute wieder kryptisch – wie sehr ich das hasse!

Es geht um die Gefühle – die Angst vor den Gefühlen, sich ihnen zu stellen.

Den Gefühlen hinter dem „Monster“, den Gefühlen des kleinen Mädchens.

Um die Angst des Vertrauens – denn wenn ich dieses Mädchen sehe und wieder etwas kommt, was es verletzt  – ich weiß nicht wie viel dieser innerste Kern noch an Verletzungen verträgt.

Das Mädchen dass sich hinter dem Monster versteckt, weil das Monster mehr abkann – denn das ist eh selbst schuld.

Das Wissen dass es aktuell nicht um Gefahren von außen geht, sondern von innen, von den Eltern und deren Wertesystem, das so tief verankert ist und wo ich doch erst anfange ein anderes Wertesystem kennenzulernen, darauf zu vertrauen, dass das nicht nur „Show“ ist, sondern echt – dass es wirklich Eltern gibt, die ihre Kinder lieben – und das jedes Kind liebenswert ist (was für mich natürlich immer nur für andere galt und nie für mich).

Somit auch, dass es auch für mich gelten könnte – so rein theoretisch.

Und doch ist das benennen schwer – das „kryptische“ weniger direkt und damit weniger schmerzhaft – oder ängstigend.

Dabei geht es immer noch um das Gleiche – wie schon die letzten Wochen, so kann ich auch nicht wirklich erklären was dieses Puzzlestück genau war – nur dass es eine Verbindung geschaffen hat – zwischen all den Teilen die da waren.

Vielleicht ist es auch die Verbindung zwischen Kopf und Gefühl – keine Ahnung.

Mein „will nicht“ bezieht sich auf die Gefühle – ich will sie nicht fühlen, weil sie mir Angst machen, weil sie weh tun – schon mit dem Schutz des „Monsters“ – wie viel mehr wird es dann sein, wenn dieser Schutz fällt?

Artista – dein Bild – von dem Kindergesicht – hat mir das kleine Mädchen gezeigt – all der Schmerz und die Traurigkeit und Verzweiflung, aber auch irgendwie die Bitte, doch zu sehen, dass es ein kleines Mädchen ist – und kein Monster.

Dein Bild war wie ein Schlüssel zu einem fest verschlossenen und verrosteten Schloß – ein Schlüssel den ich verloren glaubte, den ich aber auch nicht suchen getraute – die Widersacher, Geister und Dämonen und Ängste erstickten jeden Versuch nach ihm zu suchen.

Danke dir – im Namen des kleinen Mädchens – weil du erkannt hast, was es sich am meisten wünscht und doch nie zu bitten trauen würde.

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