Thera heute

Tischlerei war super anstrengend, weil ich nur Arbeiten im Stehen gemacht hab, die erste Stunde die Leisten für die neue Krippe schleifen und dann bekam ich die Aufgabe viele viele viele viele viele Löcher in eine Platte zu bohren (oder fräsen? immerhin war es ja mit der Oberfräse – wie auch immer). Ich hab die Löcher nicht gezählt und hab mich auch etwas übernommen, mein Rücken mag solche Arbeiten nämlich auf Dauer gar nicht.

Ensprechend fällt der Sport heute aus – weil ich einfach nicht mehr kann – ich bin kräftemäßig am Ende und schmerztechnisch am Limit.

Dann sollte ich ja schon früher in die Ambulanz um mit der Urlaubsvertretung die Termine für den Urlaub des Theras im August auszumachen (immerhin dreieinhalb Wochen) – eine Woche klappt es auch nur mit einem Termin, weil er nicht da ist, doch sonst sieht es ziemlich gut aus.

Ich setzte mich dann draußen hin und las in den „Masken der Niedertracht“ – bis mein Thera ankam und fragte ob wir schon starten könnten (20 Min vor dem eigentlichen Termin) – und so ging es recht unvermittelt los.

Wir sprachen kurz über das Trinken (das aktuell wieder funktioniert) und ich merkte, dass ich dieses Thema nicht mag – ich will es nicht aufgreifen, weil es mich wieder zu irgendwelchen missbräuchlichen Situationen führt und ich will solche Situationen nicht mehr. Irgendwann vielleicht, doch aktuell hab ich genug mit den Situationen zu tun, die „da“ sind.

Er fragte auch wie es aktuell ist, wenn wir diese Situationen verändern – wir hatten ja mal Rettungsaktionen und ähnliches probiert und das ging ziemlich nach hinten los, weil es bei mir als ein „es darf nicht sein“ ankam – so wie es damals ja schon nicht sein durfte.

Dabei wurde mir nochmal klar, dass es immer noch so ist – auch wenn es nicht mehr um die Situationen an sich geht, sondern um die Gefühle – die Gefühle dabei oder direkt danach kämpfen immer noch um ihre Berechtigung, die ist immer noch nicht da – was natürlich damit zusammenhängt, dass das „schuld haben“ einfach noch nicht vom Tisch ist.

Außerdem haben wir dann die Termine ausgemacht – gleich bis Anfang Oktober, weil er ja fast den ganzen September weg ist.

Trotzdem war ich von Anfang an (als es ums Trinken ging) in irgend etwas „gefangen“ – aus dem ich nicht recht raus kam – war dadurch eher „abwesend“ und nur halb da – machte mir aber auch deutlich, dass ich das mit dem Trinken aktuell nicht zum Thema machen kann und will – ist auch in Ordnung so.

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