Entscheidung

Ich bin erschöpft – wirklich erschöpft. Zur Ruhe zu kommen war die letzten Tage kaum möglich, ich wurde hibbelig und hatte ständig das Gefühl etwas tun zu müssen.

Ja ich laufe grade weg – aber ich will nicht mehr weglaufen.

Heute gelang das Ruhe geben gut, das Trainingsprogramm werde ich weiter machen – weil es mir gut tut und weil ich es grade nicht aufgeben kann.

Die nächsten Tage werde ich wieder bewusster darauf achten, abends früher die Welt auszusperren, zu lesen, auch früher schlafen zu gehen – und wenn das nicht klappt (wie diese Woche), werde ich das mit Medikamenten unterstützen.

Es ist wichtig, dass ich wieder zu Kräften komme, nur wenn ich körperlich wieder fitter, stabiler werde, wird es auch psychisch wieder stabiler werden. Auch wenn das nicht wirklich instabil ist zur Zeit – ist es doch geprägt vom „Ausblenden“ und eben weglaufen.

Als das mit der Betreuung war – am Mittwoch, war irgendwie nur der Gedanken „stell dich hinten an“. Ja es sind grad sehr viele Sachen aufgewühlt und aufgerührt und ich hab da auch grade nicht so wirklich einen Überblick – bin zu sehr mit „Ausblenden“ beschäftigt – weil für mehr grade keine Kraft da ist.

Ich hadere damit – dass der Körper mich da grade so ausbremst – ironischerweise kann ich besser damit umgehen wenn die Psyche mir da ein Stopp setzt – vielleicht weil dann die Kraft da ist aktiv etwas zur Entspannung beizutragen, bewusster Dinge zu tun die mir gut tun.

Es ist nicht grade toll, dass eine kleine Maus es schaffen kann, mich so auszuhebeln. Das ganze hatte Konsequenzen – die ich die letzte Woche versuchte zu ignorieren. Doch auf Dauer geht das einfach nicht – es tut mir nicht gut.

Also wieder bewusster schauen, was mir grade gut täte und das dann auch tun, wieder mehr konzentrieren auf Entspannungsübungen, lesen, ja selbst fern zu sehen, mehr konzentrieren auf mich.

Damit ich wieder mehr meine Mitte finde.

Der Körper braucht dazu grade sehr viel Ruhe, auch ein bisschen Bewegung, aber eben keine, die überanstrengt.Die Psyche braucht die Kraft des Körpers. Auf beide muss ich achten – auch wenn es manchmal schwer fällt.

Hinhören was ich brauche.

Hinspüren was mir gut tut.

Ernst nehmen und mit Fürsorge betrachten.

Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln.

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